Viele Reiserücktrittskosten-Versicherer übernehmen Stornokosten nur, wenn die Krankheit des Versicherten unerwartet kam. Kunden mit Vorerkrankungen haben es oft schwer, ihre Ansprüche durchzusetzen. Das Oberlandesgericht Koblenz (Az. 10 U 613/09) verurteilte jetzt aber einen Versicherer, Stornokosten in Höhe von knapp 6 100 Euro von einem Mann mit Bandscheibenvorfall zu übernehmen, obwohl dieser schon vor Buchung der Reise wegen Rückenschmerzen in ärztlicher Behandlung war. Der Bandscheibenvorfall selbst sei nicht absehbar gewesen, erklärten die Richter. Wochenlange Rückenschmerzen ließen nicht unbedingt auf einen Bandscheibenvorfall schließen. Maßgeblich sei aber die Diagnose, die der Arzt erst nach der Buchung stellte.

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