Reiser­ücktritt Terrorgefahr absehbar

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Wann ist Terror höhere Gewalt und wann allgemeines Lebens­risiko? Mit der Frage musste sich das Amts­gericht München beschäftigen (Az. 231 C 9637/15). Ein Ehepaar hatte im Früh­jahr 2014 für den Winter eine Rund­reise durch Marokko gebucht. Einige Monate später wollten die Eheleute die Reise nicht mehr antreten, vor allem aus Angst vor Terror. Sie traten von der Reise zurück und bemängelten, dass der Reise­ver­anstalter sie nicht gewarnt habe. Das Paar musste eine Storno­gebühr von 20 Prozent des Reise­preises zahlen. Diese Gebühr wollte es zurück. Das Amts­gericht München wies die Klage ab: Es bestehe in der gesamten Region seit dem arabischen Frühling beständig Gefahr durch isla­mistischen Terror, die Lage habe sich im Reise­zeitraum nicht sonderlich geändert. Aus Sicht der Richter handelt es sich um allgemeines Lebens­risiko. Der Reise­ver­anstalter habe seine Aufklärungs­pflicht nicht verletzt. Er könne die Lage gar nicht beur­teilen, meinten die Amts­richter. Maßgeblich seien Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes. Zum Thema Reiser­ücktritt siehe auch unser Special So bekommen Flug-Kunden ihr Geld zurück.

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