Wer im Vorfeld einer Reise schwer erkrankt, storniert besser sofort. Denn wird er kurzfristig rückfällig, gilt das nicht als neue Erkrankung und der Versicherer muss die Stornokosten nicht voll übernehmen, urteilte das Amtsgericht München (Az. 232 C 26342/06).

Eine Frau war sieben Wochen vor einer Fernreise an einer Lungenentzündung er­krankt. Auf ihre Nachfrage hin erklärte die Ärztin die geplante Reise für medizinisch unbedenklich. Zwei Tage vor Reisebeginn erlitt die Frau einen Rückfall und stornierte die Buchung. Viel zu spät, meinte der Versicherer. Statt 1 900 Euro Stornokos­ten zahlte er nur 380 Euro – den Anteil, der zum Zeitpunkt der Ersterkrankung fällig gewesen wäre.

Dieser Artikel ist hilfreich. 60 Nutzer finden das hilfreich.