Reiserecht Meldung

Pauschalurlauber können den Veranstalter nur bei erheblichen Flugverzögerungen zur Kasse bitten. Die Verspätung einer Chartermaschine von bis zu vier Stunden müssen sie hinnehmen. Für jede weitere Stunde Wartezeit können sie fünf Prozent des Tagesgesamtpreises zurückverlangen. Wichtig: Die Verspätung schriftlich bestätigen lassen. Verlegt der Veranstalter Hin- und Rückflug, können Urlauber nur dann Ansprüche anmelden, wenn dadurch mindestens ein Urlaubstag verloren geht. Das Gleiche gilt für unvorhergesehene Zwischenlandungen.

Bei Linienflügen ist der Reisende nicht zu so viel Geduld verpflichtet. Denn er ist ein so genanntes Fixgeschäft eingegangen. Fällt ein Flug aus und ist die Airline nicht in der Lage, in einem zumutbaren Zeitraum für einen Ersatzflug zu sorgen, kann er eine andere Flugverbindung wählen. Die Kosten müssen ihm erstattet werden. Der Kunde kann aber auch vom Vertrag zurücktreten und Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangen. 1999 waren übrigens rund 13 Prozent aller europäischen Flüge verspätet.

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