Essen und Trinken

Reiserecht Special

Kalter Kaffee, warmer Weiß­wein, lieblose Buffets, Raupen unter Salatblättern – das Thema Essen bietet Stoff für Beschwerden. Hoteliers dürfen frei entscheiden, welche Speisen und Getränke sie offerieren, solange das Angebot dem Hotel­stan­dard entspricht. Werden in einem 5-Sterne-Hotel auf dem Buffet lediglich zwei Mahl­zeiten angeboten, ist das nicht der Fall. Kommen weitere Mängel hinzu, sind bis zu 25 Prozent Preis­nach­lass drin (Land­gericht Frank­furt a. M., Az. 2/24 S 96/07). Ist das Essen verdorben und erleiden Gäste eine schwere Salmonellen- oder Fisch­vergiftung, können sie pro Tag bis zu 100 Prozent des Preises zurück­verlangen (LG Düssel­dorf, Az. 22 S 355/99)

Freie Auswahl am Buffet bedeutet nicht, dass Gäste sich dort mit Proviant für den ganzen Tag eindecken dürfen. Einen Apfel aus der Obst­schale an der Rezeption dürfen sie aber mitnehmen.

50 Gramm Nüsse aus der Minibar sind schnell verputzt, kosten aber oft 3 Euro oder mehr. Das ist erlaubt. Ein Blick auf die Preisliste dämpft Heiß­hunger.

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