Die Anreise

Reiserecht Special

Vielfach sollen Reisende schon bei der Anmeldung im Hotel ihre Kreditkarten­nummer angeben, oft wird sogar vorsorglich eine bestimmte Summe abge­bucht. Das Geld gibt es erst zurück, wenn der Aufenthalt reibungs­los ablief, das Hotel­zimmer intakt blieb und alle Forderungen beglichen sind. Depositzahlung heißt diese Praxis. Sie ist erlaubt: Hoteliers dürfen die Zahlungs­bedingungen fest­legen und Gäste im Voraus zur Kasse bitten. Gerade bei unangemeldeten Über­nachtungen ist das verbreitet.

Ein häufiges Ärgernis sind Zimmer, die auch bei der Anreise am Nach­mittag noch nicht bezugs­fertig sind. Selbst wenn Reisende knapp vier Stunden auf den Zimmerschlüssel warten, ist das nur eine Unannehmlich­keit, die keine Preis­minderung recht­fertigt, so das Amts­gericht Duisburg. Erster und letzter Reisetag dienten der An- und Abreise und stünden somit nicht zur Erholung zur Verfügung (Az. 73 C 166/03).

Richtig unangenehm wird es, wenn das reser­vierte Zimmer belegt ist. Ist das Hotel schuld, gibt es das Geld zurück. Ist der Gast laut Vertrags­bedingungen zu spät angereist, hat er hingegen kein Recht mehr auf das Zimmer. Deshalb sollte man immer die Telefon­nummer des Hotels dabeihaben, um Verspätungen anzu­kündigen.

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