Paar. Eine Hotel-Suite mit zwei Zimmern könnte die Erholung fördern.

Äußert ein Kunde im Reisebüro einen Sonder­wunsch und geht die Reise­bestätigung nicht darauf ein, gilt der Wunsch als angenommen. Kann der Reise­ver­anstalter den Wunsch nicht erfüllen, muss er darauf gesondert hinweisen. Unterlässt er das, liegt ein Reise­mangel vor, entschied das Land­gericht Frank­furt am Main (Az. 2–24 S 162/18). Wegen des Mangels muss der Kunde nicht den vollen Reise­preis bezahlen.

Der Kläger buchte in einem Reisebüro die Junior­suite eines Strandhotels. Aus dem Prospekt des Reise­ver­anstalters ging nicht hervor, ob die Suite über einen separaten Wohn- und Schlafraum verfügt. Der Kläger äußerte aber gegen­über dem Reisebüro, dass er eine solche Trennung der Zimmer wünsche. Vor Ort stellte er fest, dass es nicht der Fall war. Das Gericht sah darin einen Reise­mangel, der den Kläger berechtigt, den Preis um 15 Prozent zu mindern. Der Veranstalter hätte in der Reise­bestätigung darüber informieren müssen, dass er den Sonder­wunsch nicht erfüllen kann.

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