Peking-Reise ohne Verbotene Stadt? Grund für Kunden zurück­zutreten.

Fällt die Besichtigung welt­berühmter Sehens­würdig­keiten bei einer Reise aus, ist das eine wesentliche Änderung des Reise­vertrages. Der Bundes­gerichts­hof hat entschieden, dass Kunden in solchen Fällen zurück­treten können (Az. X ZR 44/17). In dem entschiedenen Fall hatte ein Paar eine 14-tägige China-Rund­reise gebucht. Der Reise­ver­anstalter teilte ihnen eine Woche vor Beginn mit, dass beide Pekinger Haupt­sehens­würdig­keiten, die Verbotene Stadt und der Platz des Himm­lischen Friedens, wegen einer Militärparade nicht besucht werden könnten. Das Paar trat die Reise nicht an und forderte vom Veranstalter die bezahlten 3 298 Euro zurück. Die Richter gaben dem Paar recht. Mit dem Wegfall der Haupt­attraktionen fehle eine wesentliche Reise­leistung.

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