Romreise. Wird ein Gutschein akzeptiert, gilt er wie eine Zahlung.

Auch Kunden, die ihre Reise per Gutschein bezahlt haben, bekommen Geld vom Reise­preis­versicherer, wenn ihre Fahrt aufgrund der Insolvenz des Veranstalters storniert wird, so das Amts­gericht Frank­furt am Main (Az. 30 C 3256/17 [71]). In dem Fall erwarb die Klägerin einen Gutschein im Wert von 438 Euro für eine Rom-Reise. Sie erhielt eine Buchungs­bestätigung und den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherungs­schein, der gegen die Insolvenz des Veranstalters absichert. Kurz vor der Abreise teilte die Veranstalterin mit, dass über ihr Vermögen das Insolvenz­verfahren ange­ordnet wurde und die Reise storniert werde. Die Klägerin wollte darauf­hin die Reise­preis­versicherung in Anspruch nehmen. Die aber weigerte sich: Die Kundin habe die Reise gar nicht mit Geld gezahlt. Wenig über­zeugend, befanden die Richter: Wenn Veranstalter und Versicherung den Gutschein akzeptieren, stehe er einer Zahlung gleich.

Dieser Artikel ist hilfreich. 6 Nutzer finden das hilfreich.