Kommt ihr Gepäck verspätet am Urlaubs­ort an, können Reisende den Preis mindern. In einem vor dem Amts­gericht Köln verhandelten Fall hatte eine Frau ihren Reiseanbieter verklagt. Während der ersten drei Tage ihrer sieben­tägigen Spanienreise musste sie auf ihr Gepäck warten. Sie kaufte sich vor Ort Kleidung, Schuhe und Kosmetika. Dafür verlangte sie eine Kosten­erstattung. Außerdem forderte sie wegen der Verspätung des Gepäcks eine Minderung des Reise­preises. Das Gericht gab ihr teil­weise recht. Die verzögerte Auslieferung sei ein Reise­mangel. Die betroffene Urlauberin dürfe daher den Preis mindern. Für jeden Tag ohne Koffer erhält sie 15 Prozent des auf einen Tag entfallenden Reise­preises. Der Veranstalter muss jedoch keine Ersatz­käufe erstatten, die der Kunde auch noch später im Alltag nutzen kann (Amts­gericht Köln, Az. 142 C 932/14).

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