Reise­mangel oder nicht?

Ein Mangel berechtigt zur Minderung, bloße Unannehmlich­keiten muss der Urlauber hinnehmen. Genannt sind typische Minderungs­quoten aus Gerichts­urteilen.

Mangel
(Angabe der Minderung)

Kein Mangel

Änderung des Flughafens: München statt Hamburg
(100 Prozent des Tages­preises pro betroffenem Tag)

Zwischen­landung wegen tech­nischen Defekts

Kein Babykörb­chen im Flugzeug trotz Zusage
(5 Prozent)

Korpulente Sitz­nach­barn bei einem drei­stündigen Flug

Anderes Hotel als gebucht
(10 Prozent)

Park­platz 500 Meter vom Hotel­eingang entfernt

Hotel­anlage nicht fertig: Baulärm, Restaurant geschlossen, Pools nicht fertig
(75 Prozent)

Angekündigte Bauaktivitäten

Keine Minibar
(5 Prozent)

Keine Sekt­gläser in der Skihütte

Kein Balkon trotz Buchung
(10 Prozent)

Meerseite bedeutet nicht, dass das Zimmer Meerblick hat

Kleiner, verschmutzter Pool
(15 Prozent)

Nasse, rutschige Fliesen im Pool­bereich

Lärm bis 4 Uhr morgens durch nahe Diskothek, aber laut Katalog „ruhige Lage“
(20 Prozent)

Morgendliches Krähen von Hähnen

Groß­baustelle rund ums Hotel, Arbeiten rund um die Uhr
(60 Prozent)

Häufiges Handyklingeln während der Essens­zeiten

Eintöniges Essen im 4-Sterne-Hotel
(10 Prozent)

Landes­typisches Frühstück ohne Rührei

Grobe Kiesel­steine am Strand bei Katalog­zusage „grober Sand­strand“
(10 Prozent)

Verschmutzter öffent­licher Strand

    Quelle: Kemptener Reisemängel­tabelle Ausgabe Januar 2010, heraus­gegeben von Professor Ernst Führich