Reisepass Meldung

Chip im Passdeckel
Symbol für elektronischen Reisepass

Chip im Passdeckel
Symbol für elektronischen Reisepass

Zwei Fingerabdrücke müssen alle abgeben, die ab 1. November 2007 einen Reisepass beantragen – zusätzlich zum Lichtbild. „Am Antragsverfahren ändert sich deshalb nichts“, sagt Annette Ziesig von der Pressestelle des Bundesinnenministeriums. „Die Bürger gehen wie bisher zur zuständigen Meldestelle (Bürgeramt) und bringen den alten Pass und ein Passfoto mit. Die Mitarbeiter nehmen mit einem Scanner die Fingerabdrücke des rechten und linken Zeigefingers. Diese Daten werden sofort digitalisiert und zusammen mit den digitalisierten Passbilddaten im Chip des elektronischen Reisepasses gespeichert.“

Der Preis für den Reisepass bleibt gleich. Er kostet 59 Euro und ist zehn Jahre gültig. Wer noch nicht 26 Jahre alt ist, bezahlt nur 37,50 Euro, der Pass ist dann fünf Jahre gültig. Alle Reisepässe, die vor dem 1. November 2007 ausgestellt wurden, bleiben im Rahmen ihrer vorgesehenen Laufzeit gültig. Wer den Reisepass vor dem 1. November beantragt, muss noch keine Fingerabdrücke abgeben.

Der Reisepass ist seit November 2005 ein elektronischer Pass (ePass), der einen per Funk lesbaren Chip enthält. Auf diesem Chip sind Name, Geburtsdatum, Geschlecht, das digitalisierte Passbild und nun auch bald zwei Fingerabdrücke gespeichert. Die Fingerdaten dürfen nach den Vorschriften des neuen Passgesetzes ausschließlich im Chip des elektronischen Reisepasses und nicht in den Passbehörden oder einer zentralen Datenbank gespeichert sein.

Fälschungssicher. Der Chip mit Daten über Gesicht und Fingerabdrücke soll den Missbrauch von Pässen verhindern.

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