Reisen Urlaubslisten sind nur Wunschlisten

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Urlaubspläne in Unternehmen sind nur unverbindliche Vereinbarungen. Mit dem Eintrag ist der Urlaub noch nicht genehmigt, der Mitarbeiter muss ihn immer noch regulär beantragen.

Allerdings kann der Arbeitgeber den Urlaubsantrag eines Mitarbeiters nicht einfach so ablehnen. Das geht nur, wenn dringende betriebliche Belange gegen den Wunschtermin sprechen.

Wollen mehrere Kollegen zur selben Zeit verreisen, muss der Arbeitgeber die familiäre und soziale Situation seiner Beschäftigten abwägen. Alleinstehende müssen zum Beispiel hinter Familien­vätern und -müttern zurückstehen, weil diese auf die Ferien ihrer schulpflichtigen Kinder angewiesen sind. Ältere haben Vorrang vor jüngeren Arbeitnehmern und derjenige, der länger keinen Urlaub genommen hat, kann zuerst in die Ferien gehen.

Ist der Urlaub erst einmal bewilligt, darf der Arbeitgeber ihn nur widerrufen, wenn sehr dringende betriebliche Gründe vorliegen, zum Beispiel eine unerwartete Auftragsflut oder gleichzeitige Krankheit mehrerer Mitarbeiter. Er muss dann allerdings zum Beispiel die Stornogebühren tragen, die ein Arbeitnehmer wegen der Verschiebung seiner Reise bezahlen muss.

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