Reise­mangel Meldung

Kreuz­fahrt. Das High­light müssen Reisende sehen können.

Versäumt ein Passagier auf einer Kreuz­fahrt deren Höhe­punkt, etwa die Durch­fahrt durch den Panama­kanal, obwohl er die Reise vor allem deshalb gebucht hatte, darf er dies als Reise­mangel geltend machen. Das Amts­gericht München sprach einem Fahr­gast das Recht zu, den Reise­preis um 20 Prozent zu mindern (Az. 182 C 15953/13). Der Mann hatte die 17-tägige Kreuz­fahrt gebucht, um die Natur in den Ufer­bereichen des 82 Kilo­meter langen Kanals zu genießen. Anders als geplant erreichte das Schiff die Kanal­einfahrt erst spät nach­mittags, sodass die Durch­fahrt über­wiegend bei Dunkelheit statt­fand. Im Normalfall lassen sich „entgangene Urlaubs­freuden“ nicht geltend machen. Der enttäuschte Kreuzfahrer wollte dagegen ursprüng­lich sogar nur den halben Reise­preis zahlen und forderte zudem Schaden­ersatz für die aus seiner Sicht vertane Urlaubs­zeit.

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