Reisemängel Meldung

Bau. Ein Mangel, wenn er die Idylle stört.

Kein Wasser im Pool, dafür aber Kakerlaken im Bett? Reisemängel verderben die Urlaubs­freude. Wer richtig reklamiert, erhält wenigs­tens eine finanzielle Entschädigung. Damit das jedoch klappt, müssen Urlauber schon vor Ort einiges beachten. test.de gibt Auskunft.

Beschweren: schon vor Ort

Urlauber müssen Reisemängel unbe­dingt vor Ort anzeigen. Nur so hat der Veranstalter die Chance, den Mangel abzu­stellen – etwa wenn der Straßenlärm zu laut ist und sie in ein Zimmer zum Hof umziehen können. Die Beschwerde muss an den Reiseleiter gehen, nicht ans Hotel. Zusätzlich sollten Sie das Problem dem Veranstalter in Deutsch­land melden, mindestens per E-Mail, besser per Fax. Das gilt erst recht, wenn vor Ort kein Reiseleiter erreich­bar ist. Vorsichtige nehmen die Fax- und E-Mail-Adresse des Veranstalters mit in den Urlaub, dazu den Reisekatalog.

Beschreiben: je genauer, desto besser

In der Beschwerde sollten Sie den Mangel genau beschreiben. „Essen ungenieß­bar“ oder „Schimmel im Bad“ reicht nicht. Nennen Sie Gründe, zum Beispiel „Reis immer kalt“, „Wurst grün ange­laufen“ oder „30 Zenti­meter großer Schimmelfleck über dem Wasch­becken“.

Frist setzen: kurz reicht

Setzen Sie eine Frist, in der das Problem behoben werden soll. Die kann ruhig kurz sein: ein oder zwei Tage. Unnötig ist die Frist, wenn der Reiseleiter Abhilfe verweigert oder wenn der Mangel nicht zu ändern ist, etwa weil das Hotel über­bucht ist. Lassen Sie sich vom Reiseleiter schriftlich bestätigen, dass Sie die Beschwerde einge­reicht haben.

Dokumentieren: Mängel fotografieren

Unternimmt die Reiseleitung nichts gegen den Mangel, sollten Sie das Problem dokumentieren, Fotos machen, Zeugen suchen. Außerdem haben Sie das Recht auf Selbst­abhilfe. Wenn der gebuchte Mietwagen nicht bereit­gestellt wird, dürfen Sie selbst ein Auto mieten. Nach dem Urlaub können Sie es dem Veranstalter in Rechnung stellen.

Fordern: inner­halb eines Monats

Nach der Rück­kehr müssen Sie Ihre Ansprüche inner­halb eines Monats beim Veranstalter anmelden, vorsichts­halber per Einschreiben. Beziffern Sie die Summe, die der Veranstalter ersetzen soll. Eine gute Orientierungs­hilfe gibt die Frank­furter Tabelle, die im Internet unter anderem auf dieser Seite zu finden ist: www.reiserecht-fuehrich.de.

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