Als die Flugbenzinpreise Ende 1999 erheblich stiegen, passten die Reiseveranstalter ihre Preise an. Einen "Kerosinzuschlag" von bis zu 68 Mark sollten aber nicht nur neu Buchende zahlen. Rückwirkend wurden auch Frühbucher für schon bestellte Reisen zur Kasse gebeten.

"Unzulässig", rügte damals die Verbraucher-Zentrale NRW. "Unzulässig", meint jetzt auch das Amtsgericht Kleve (Az. 36 C 151/00).

Das Risiko der Preiserhöhung für Flugbenzin sei unangemessen auf die Urlauber abgewälzt worden. Nur mithilfe schwammiger Vertragsklauseln sei das gelungen ­ für das Amtsgericht ein klarer Verstoß gegen das Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Der Richter machte aber auch klar, dass eine Rückforderung nur dann in Betracht komme, wenn das überzahlte Geld "unter Widerspruch" gezahlt wurde.

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