Die richtige Mischung in der Reisekasse ist wichtig, um im ­Urlaub möglichst günstig, sicher und bequem bezahlen zu können. Bargeld, Schecks, Plastikgeld – der Mix machts.

Bald ist es wieder so weit. In den Sommerferien zieht es Millionen Deutsche ins Ausland. Insgesamt 59 Milliarden Euro geben sie 2005 für ihren Aufenthalt im Ausland aus, so eine Schätzung der Dresdner Bank. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 2 Prozent.

Viele stellen sich jedes Jahr vor Reisebeginn die gleiche Frage: Wie geht das Bezahlen im Ausland am günstigsten, sichersten und bequemsten? Weder Bares noch Plastikgeld noch Reiseschecks alleine sind die Ideallösung. Die richtige Mischung sollte es sein. Wer nur ein Zahlungsmittel in der Tasche hat, kann im schlimmsten Fall seinen Urlaub nicht bis zum Schluss genießen. Geht es verloren oder wird es nicht akzeptiert, ist es vorbei mit dem Ferienvergnügen. Reisende sollten Bargeld in der Regel im Gastland umtauschen. Dort gibt es meistens einen besseren Umtauschkurs. Nur selten ist der Tausch der ausländischen Währung in Deutschland die preiswertere Variante, wie aus unserer ­Tabelle „Reisekasse“ hervorgeht.

Bargeld umsonst

Am günstigsten kommen Urlauber im Ausland mit der Postbank Sparcard an Bargeld. Damit können sie viermal im Jahr kostenlos Geld aus den weltweit rund 890 000 Geldautomaten mit Visa- und mit Plus-Zeichen ziehen. Ab dem fünften Mal im Jahr wird eine Gebühr fällig: pauschal 5,50 Euro pro Abhebung.

Auch mit der Maestro-Karte (ec-Karte) kommen Auslandsurlauber in einigen Fällen ohne Gebühren an Bares, beispielsweise die Kunden der SEB an den Geldautomaten dieser Bank in Schweden.

Bei den meisten Banken müssen die ­Kunden allerdings Gebühren zahlen. Meist betragen sie 1 Prozent vom abgehobenen Betrag, mindestens 3 bis 5 Euro je nach Geldinstitut. Teurer ist das Abheben am Automaten meist mit der Kreditkarte. Der Mindestbetrag, den manche Banken verlangen, beträgt bis zu 7 Euro.

Kreditkartenunternehmen sind erfinderisch, um Reisende als Kunden zu gewinnen. So bietet American Express eine ­Reisescheck-Karte an (siehe Unter der Lupe). Doch diese Plastikkarte ist kein guter Ersatz für Papierreiseschecks.

Reiseschecks sollten Fern- und Individualreisende zusätzlich zur Maestro- und Kreditkarte in der Tasche haben. Dann stimmt die Reisekasse.

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