Reisekasse Test

Bargeld, Plastikkarte, Schecks: Urlauber, die ihre Reisekasse optimal mischen, zahlen auf der Reise sicher und bequem. Weiteres Plus: Sie kommen oft günstiger davon als Urlauber, die nur auf ein Zahlungsmittel setzen. Das gilt nicht nur für Fernreisen, sondern auch innerhalb Europas. Finanztest nennt die richtige Mischung für die 30 beliebtesten Reiseziele der Deutschen und gibt Tipps zum Thema.

Bargeld und Plastikkarten

Mit einem Mix aus Bargeld, ec-/Maestro-Karte und Kreditkarte liegen Urlauber immer richtig:

  • Bargeld. In der Regel sollten Urlauber nur so viel Bargeld mitnehmen, wie sie für die ersten Stunden im Gastland benötigen - maximal 150 Euro oder den entsprechenden Gegenwert in Landeswährung. Wer teure Tauschspesen in Deutschland vermeiden will, kann sich auch bei der Ankunft im Reiseland mit der ec-Karte Bargeld besorgen. Bis auf wenige Ausnahmen ist das günstiger als in Deutschland. Nur Individualreisende sollten ausreichend Bargeld mitnehmen. Sie bewegen sich oft abseits der Touristenpfade. Daher müssen sie damit rechnen, dass ihre ec- oder Kreditkarte häufiger abgelehnt wird oder sie keine Möglichkeit finden, Bargeld abzuheben.
  • ec- Karte. Die ec-Karte ist unverzichtbar. Urlauber können mit der Karte mit dem Maestro-Logo in mehr als 100 Ländern bezahlen und an über einer Million Geldautomaten Bargeld holen. Die ec-Karten gilt auch bei Automaten und Kassen, die nur das Cirrus-Zeichen tragen. Wer Bargeld abhebt, zahlt in der Regel 1 Prozent Gebühr von der abgehobenen Summe, mindestens zwischen 3,50 und 5 Euro. Urlauber, die im Ausland regelmäßig ohne Gebühren Bargeld abheben möchten, brauchen eine ec-Karte der Citibank, Commerzbank, comdirect, Deutsche Bank, SEB oder Hypovereinsbank. Sie bieten diesen Service an Geldautomaten ihrer ausländischen Zweigestellen oder Partnerbanken kostenlos an.
  • Postbank Sparcard. Günstig ist auch die Postbank Sparcard: Mit ihr können Urlauber immerhin viermal im Jahr kostenlos Geld an den weltweit rund 960 000 Geldautomaten mit Visa-und Pluszeichen ziehen. Die fünfte und jede weitere Abhebung im Jahr kostet dann 5,50 Euro.

Kreditkarte und Reiseschecks

  • Kreditkarte. Eine Kreditkarte gehört in die Reisekasse. Urlauber können damit Bargeld vom Automaten ziehen. Außerdem bietet sie eine Alternative, wenn die ec-Karte abgelehnt wird oder verloren gegangen ist. Am häufigten akzeptieren ausländische Banken und Geschäfte die Visa-Karte und die Mastercard. Ein Vorteil der Visa-Karte: Urlauber können mit ihr in Euroland kostenlos Bargeld abheben im Rahmen eines Girokontos der ING-Diba und der Volkswagenbank, in Rahmen eines Girokontos der DKB sogar weltweit. Ansonsten gilt: Wer mit der Kreditkarte Geld abhebt, zahlt mit 2 bis 3 Prozent vom abgehobenen Betrag oder mindestens 5 bis 6 Euro in der Regel mehr Gebühren als mit der ec-Karte. Beim Bezahlen außerhalb des Euro-Raums ist die Kreditkarte aber günstiger als die ec-Karte.
  • Reiseschecks. Urlauber brauchen in der Regel nur dann Reiseschecks, wenn sie sich außerhalb touristischer Zentren bewegen. Reiseschecks haben mehrere Vorteile: Sie werden auf der ganzen Welt akzeptiert, dienen als Alternative für Bargeld und sind versichert. Gehen sie verloren, erhält der Urlauber Ersatz. Und so funktionieren Reiseschecks: Beim Kauf zu Hause leistet der Urlauber eine erste Unterschrift. Am Urlaubsort erhält er Bargeld, wenn er Scheck, Reisepass sowie Kaufbeleg vorlegt und ein zweites Mal auf dem Scheck unterschreibt. In einigen Ländern, etwa Großbritannien und den USA, kann er damit sogar in vielen Geschäften direkt bezahlen. Ist der Reisescheck in Landeswährung ausgestellt, kostet es nur wenig oder nichts, ihn einzulösen. Sonst kommen je nach Reiseland durch Wechselkurs und Einlöseprovision noch Zusatzkosten auf den Urlauber zu.

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