Reisekasse Meldung

Girocard, Kreditkarte, Bargeld: Welche Zahlungs­mittel in die Reisekasse gehören, hängt von der Art des Reisens und dem Urlaubs­ziel ab. Mit unseren Tipps sind Sie auf Reisen im Ausland immer flüssig.

Die Deutschen lieben Bargeld

Die Deutschen – vor allem die 14- bis 29-jährigen – halten Bargeld im Urlaub für besonders sicher und günstig. Bei 85 Prozent von ihnen landen Scheine und Münzen von allen Zahlungs­mitteln am häufigsten in der Reisekasse. Das ergab eine Umfrage von TNS-Emnid im Auftrag der Post­bank. Doch Scheine und Münzen sollten keine Haupt­rolle in Ihrer Reisekasse spielen. Stecken Sie nur so viel Bargeld ein, wie Sie für die ersten Ausgaben im Reise­land benötigen: das Taxi, einen Imbiss oder eine Bahnfahr­karte. Wer nur Bargeld auf Reisen mitnimmt, ist leicht­sinnig. Gerade in touristischen Regionen ist die Gefahr von Diebstahl hoch. Girocard und Kreditkarte können die Nutzer nach Verlust dagegen sperren lassen.

Pauschal­urlaub

Wenn Sie Urlaub in Europa machen und Flug oder Zugfahrt, Über­nachtung und Verpflegung im Paket gebucht haben, genügt in der Regel die Girocard (früher EC-Karte) Ihrer Haus­bank für kleine Ausgaben.

Indivi­dual­urlaub

Planen Sie Ihre Reise selbst oder geht sie über Europa hinaus, sollten Sie mindestens zwei Karten dabei haben: die Girocard und eine Kreditkarte. Achten Sie bei der Girocard auf die abge­bildeten Zeichen: „Maestro“ steht für welt­weiten Einsatz. „V-Pay“-Karten funk­tionieren im Wesentlichen nur in Europa. Die Post­bank Sparcard ist eine sinn­volle Ergän­zung. Mit ihr haben Sie lange 10 kostenlose Abhebungen im Ausland vornehmen können. Zwischen­zeitlich hat die Post­bank das Angebot einge­schränkt: Seit Februar 2017 bekommen Sie welt­weit nur noch viermal im Kalender­jahr kostenlos Bargeld an Geld­automaten mit Visa-Plus-Zeichen.

Landes­währung

Wählen Sie außer­halb der Euro-Länder am Geld­automaten stets die Abrechnung in Landes­währung, auch wenn alternativ die Abrechnung in Euro angeboten wird. Die Auswahl wird oft so präsentiert, dass Sie verleitet werden, den Knopf für die teure Sofortum­rechnung in Euro zu drücken. Bestehen Sie auch an ausländischen Laden­kassen auf Bezahlung in Landes­währung. Andernfalls machen Sie wie beim Geld­abheben Miese.

Reise­schecks und Prepaid­kreditkarten

Kaum noch akzeptiert werden Reise­schecks. Eine Alternative können Prepaid­kreditkarten sein. Mit den Karten auf Guthabenbasis können Sie – und ein Dieb – nur ausgeben, was vorher aufgeladen wurde. Die Karten bieten meist die gleichen Leistungen wie echte Kreditkarten.

Über­blick: Das kostet der Karten­einsatz

Was der Einsatz einer Karte kostet, hängt davon ab, in welchen Ländern sie einge­setzt wird. In der Euro-Zone werden diese Gebühren fällig (siehe unten). Auf test.de finden Sie auch die Kosten für den Karten­einsatz in anderen Ländern.

Girocard. Bezahlen im Laden ist kostenlos, beim Geld­abheben berechnen Banken meist 1 bis 2 Prozent vom Betrag, häufig mindestens 4 bis 7,50 Euro.

Kreditkarte. Bezahlen mit Kreditkarte im Laden ist kostenlos, fürs Geld­abheben werden zwischen 1 und 4 Prozent, mindestens 4 bis 10 Euro fällig. Direkt­banken verzichten meist darauf.

Post­bank Sparcard. Geld­abheben ist viermal im Kalender­jahr kostenlos an ausländischen Geld­automaten mit dem Visa-Plus-Zeichen.

* Diese Meldung ist am 8. August 2016 auf test.de und in Finanztest erschienen. Wir haben die Onlinefassung zuletzt am 13. Juni 2017 aktualisiert.

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