Reiseimpfungen: Was Kassen zahlen

Ganz billig ist der Spezial­schutz für Reisen nicht. Eine Impfung gegen Hepatitis A zum Beispiel kostet derzeit bis etwa 64 Euro – und ist zum Lang­zeit­schutz zweimal nötig. Kombi- und Kinder­impf­stoffe können güns­tiger sein. Zudem dürfen Ärzte Honorare fürs Impfen und die reisemedizi­nische Beratung berechnen, in der Regel etwa 20 bis 30 Euro.

Groß­zügig. Krankenkassen müssen nur Stan­dard­impfungen wie gegen Tetanus und Diph­therie bezahlen. Reiseimpfungen über­nehmen aber viele freiwil­lig. Das bestätigt unsere Umfrage bei den 25 größten Krankenkassen. Elf erstatten die Kosten für Impfungen, die die Ständige Impf­kommis­sion offiziell als Reise­schutz empfiehlt – also alle in diesem Artikel und die gegen Meningokokken. Zwei weitere Kassen über­nehmen diese Impfungen zumindest anteilig. Zudem zahlen zehn Kassen die Impfung gegen Japa­nische Enzephalitis und fünf die Malaria-Prophylaxe.

Nach­träglich. Versicherte müssen die Kosten oft vorstre­cken und die Rechnung einreichen. Meist erstatten die Kassen den Impf­stoff und das kassen­ärzt­liche Honorar fürs Impfen, aber nicht für die Beratung.

Tipp: Details zu den 25 Kassen erfahren Sie kostenlos unter www.test.de/reiseimpfen-erstattung. Sie können sich aber auch direkt telefo­nisch bei Ihrer Versicherung erkundigen. So hängt die Erstattung bei Privatpatienten in der Regel vom persönlichen Vertrag ab.

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