Die Auslobung von Reisegewinnen wird in zwei neuen Urteilen als unzulässiges Lockmittel eingestuft. Das Oberlandesgericht Saarbrücken untersagte diese Masche für den Gewinn einer Reise an den Gardasee (Az: 1U 498/99-128). Der Gewinner sollte im "halben Doppelzimmer" untergebracht werden. Damit, so das Gericht, werde auf den Gewinner ein unzulässiger Druck ausgeübt, einen Mitreisenden zu werben.

Das Oberlandesgericht Hamm entschied gegen ein Unternehmen, das Reisegutscheine verschickt (Az: 4 U 92/99). Den Gutschein müssen sich die Gewinner abholen. Laut Urteil diene dies allein dem Zweck, den Verbrauchern im Rahmen einer Werbeverkaufsveranstaltung andere Produkte zum Kauf anzubieten. Solche Werbemethoden sind irreführend.

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