Reisege­päck­versicherung Meldung

„Kommt die Reisege­päck­versicherung für meinen Schaden auf, wenn mein Koffer auf einem Flug für immer verloren geht?“, fragt ein Finanztest-Leser.

Finanztest: Ja, aber erst an zweiter Stelle. Zunächst haftet die Fluggesell­schaft. Bis zu rund 1 300 Euro pro Person Entschädigung sind bei einem Komplett­verlust des Koffers möglich. Das gilt für deutsche und interna­tionale Flug­linien, die in der EU oder einem Land des Mont­realer Über­einkommens starten und landen. Zahlt die Flug­linie nichts, etwa weil sie insolvent ist – wie im aktuellen Fall Air Berlin –, kann es Geld von einem Reisege­päck­versicherer geben. Dabei müssen Kunden einiges beachten: Der Versicherer benötigt als Nach­weis einen PIR-Schein (Property Irregularity Report). Diesen stellt die Fluggesell­schaft aus; damit ist der Gepäck­verlust dokumentiert. Manche Versicherer verlangen zudem eine endgültige Verlust­bescheinigung der Flug­linie. Kunden sollten auch die Anschaffungs­rechnungen der verlorenen Sachen vorlegen. Achtung: Versicherer erstatten meist nur den Zeit­wert der Sachen. Manches ist bei aufgegebenem Gepäck vom Schutz ganz oder teil­weise ausgeschlossen, etwa Bargeld, Kreditkarten, Fahr­karten, Brillen, Hörgeräte, Schmuck, Wert­sachen, Notebook, Tablet sowie Foto- und Video­ausrüstung.

Tipp: Weitere wichtige Informationen erhalten Sie in unserem Test Reisegepäckversicherung. Was Flugreisenden bei Gepäck­verspätung zusteht, lesen Sie in unserem Special Fluggastrechte. Bei Problemen mit der Flug­linie hilft die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr.

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