So haben wir getestet

Wir haben 14 Tarife von Reisege­päck­versicherungen untersucht, die Kunden direkt beim Versicherer abschließen können und die nicht Teil von Versicherungs­paketen sind. Ist ein Jahres­vertrag nicht möglich, haben wir Policen für Einzel­reisen untersucht.

Beitrag

Die Versicherungs­summe der Grund­deckung liegt bei mindestens 2 000 Euro. Angegeben wurde der gerundete Beitrag für Jahres­verträge oder, bei Verträgen für eine Reise, der Beitrag für die angegebene Reisedauer. Verlängerungen gegen Zuschlag sind meist möglich und der Versicherungs­schutz gilt welt­weit. Gepäck von Kindern, des Ehepart­ners oder des Lebens­gefährten ist oft mitversichert, wenn sie mit dem Versicherten zusammenleben. Manchmal sind Angehörige auch versichert, wenn sie allein reisen.

Grund­deckung

Schäden am Reisege­päck sind gedeckt bei Diebstahl, Raub, vorsätzlicher Sach­beschädigung, Unfall, Brand, Blitz­schlag, Explosion und bestimmten Wetter­ereig­nissen wie Schnee, Regen, Über­schwemmung und Sturm. Einige Anbieter leisten auch bei anderen Ereig­nissen. Bei verspäteter Ankunft des Reisege­päcks werden meist 10 Prozent der Versicherungs­summe oder oft maximal 250 bis 500 Euro für Ersatz­käufe gezahlt.

Neuwert­versicherung

Versicherer erstatten den Zeit­wert (nein) oder den Neuwert (ja). Für tech­nische Geräte und Sport­geräte, die älter als fünf Jahre sind, wird teil­weise der Zeit­wert ersetzt (eingeschränkt).

Domizil­schutz

Versicherungs­schutz besteht auch im Auto während der Fahrten und der damit verbundenen Aufenthalte am Wohn­ort. Keinen Unterschied macht, ob die versicherten Sachen sich im eigenen oder im Dienst­auto befinden. Der Domizil­schutz ist teil­weise nur gegen Mehr­beitrag versicher­bar.

Camping

Versicherungs­schutz für Schäden beim Zelten oder Camping gilt meist nur tags­über von 6 bis 22 Uhr auf offiziellen Camping­plätzen. Oft ist das gegen einen Zusatz­beitrag versicher­bar. Teil­weise ist die Erstattung auch begrenzt (eingeschränkt).

Fahr­räder, Segelsurfgeräte

Ersatz gibt es bei Schäden, wenn die Geräte nicht in Benut­zung sind. Bei einigen Anbietern gibt es weniger Geld bei nächt­lichem Diebstahl zwischen 22 und 6 Uhr. Oder der Ersatz ist generell auf einen Höchst­betrag begrenzt (eingeschränkt).

Ski-Bruch

Bei einigen Anbietern ist auch die Zerstörung oder Beschädigung bei bestimmungs­gemäßem Gebrauch, also beim Skifahren, versichert. Ersetzt wird der Zeit­wert oder der Erstattungs­betrag ist begrenzt (eingeschränkt).

Mobiltelefone

Für Mobiltelefone gelten oft Erstattungs­höchst­grenzen (eingeschränkt) oder die Geräte sind gar nicht mitversichert.

Foto-/Video-/Film­apparate

Diese Geräte sind in der Regel nur einge­schränkt versichert. Der Erstattungs­betrag ist häufig begrenzt (eingeschränkt), meist auf 50 Prozent der Deckungs­summe.

Mobile Navigations­geräte

Teil­weise ist die Erstattung auf einen Höchst­betrag begrenzt (eingeschränkt). Versichert sind nur trag­bare Geräte. Für fest einge­baute Navigations­geräte besteht Versicherungs­schutz über die Teilkasko­versicherung.

EDV-Geräte

Für EDV-Geräte wie Laptops und Tablets gibt es teil­weise Ober­grenzen für die Erstattung (eingeschränkt).

Schmuck- und Wert­sachen

Hierfür gelten besonders hohe Anforderungen an die Sorgfalt des Versicherten. In den meisten Fällen gilt eine Beschränkung auf 50 Prozent der Versicherungs­summe, teil­weise auch auf weniger (eingeschränkt).

Maximale Leistung für Ersatz­käufe

Kommt das aufgegebene Reisege­päck zu spät am Urlaubs­ort an, zahlt der Versicherer Kosten für die Anschaffung von notwendiger Garderobe und Kosmetik­artikeln, meist bis zu 10 Prozent der Versicherungs­summe.

Auflagen für Diebstahl­schutz

Wir haben die Versicherungs­bedingungen darauf­hin untersucht, ob Schmuck- und Wert­sachen, Foto-, Video- und Film­apparate, EDV-Geräte, mobile Navigations­geräte, Fahr­räder und übriges Reisege­päck bei Diebstahl in verschiedenen Situationen versichert sind. Einschränkungen machen die Versicherer zum Beispiel bei der Aufgabe von wert­vollen Gegen­ständen als Reisege­päck oder in einer Gepäck­aufbewahrung, beim Zurück­lassen im abge­schlossenen Auto oder Boot und beim Camping. Der Diebstahl­schutz unterliegt vielfach hohen Auflagen.

  • Schmuck- und Wert­sachen dürfen zum Beispiel nicht als Reisege­päck oder in einer Gepäck­aufbewahrung abge­geben werden. Ebenso gibt es meist keinen Ersatz, wenn diese Dinge im abge­schlossenen Auto, Boot, oder beim Camping unbe­aufsichtigt zurück­gelassen werden. Im abge­schlossenen Hotel­zimmer oder in der verschlossenen Schiffs­kabine sind sie meist nur in einem orts­festen Behältnis, zum Beispiel einem Tresor versichert.
  • Foto-, Video- und Film­apparate sind meist nicht versichert, wenn sie aus dem abge­schlossenen Auto, Boot oder Zelt gestohlen werden. Werden sie als Gepäck aufgegeben, müssen sie sich in einem verschlossenen, nicht einsehbaren Behältnis befinden.
  • Für EDV- Geräte wie Laptop und Tablet sowie für mobile Navigations­geräte gilt teil­weise auch, dass sie im Koffer, in der Gepäck­aufbewahrung, im Auto, im Boot oder beim Camping nicht versichert sind.
  • Auch für das übrige Reisege­päck gelten oft Einschränkungen in abge­stellten Autos sowie beim Camping; zum Beispiel gilt hier die Versicherung oft nur bei Tag zwischen 6 und 22 Uhr.
  • Fahr­räder sind oft gar nicht versichert. Und wenn doch, dann gibt es bei Diebstahl in der Nacht zwischen 22 und 6 Uhr oft nur einen begrenzten Betrag, etwa 250 oder 300 Euro.

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