Reisedevisen Meldung

Bares für Länder außerhalb der Eurozone mitzunehmen, ist allenfalls für die ersten Urlaubsstunden sinnvoll.

Bargeld: Geht die Reise in ein Weichwährungsland wie Thailand oder Türkei, ist der Tausch vor Ort meist günstiger. Bei Ländern mit stabilen Währungen wie USA oder Schweiz ist eher der Umtausch in Deutschland ratsam. Noch besser ist es oft, direkt nach der Einreise die Landeswährung am Automaten zu ziehen.

ec-Karte: Mit ihr Bargeld abzuheben, kostet meist 1 Prozent vom Abhebungsbetrag, mindestens 3,50 bis 5 Euro. Wer im Laden oder Restaurant eine Rechnung direkt mit der ec-Karte begleicht, zahlt dafür innerhalb der Eurozone gar nichts, außerhalb kostet es in der Regel 1 Prozent vom Umsatz, mindestens 0,75 bis 1 Euro.

Kreditkarte: Auch damit ist das Zahlen in der Eurozone gratis. Außerhalb sind 1 bis 2 Prozent fällig. Ganz anders sieht es beim Bargeldziehen aus: Das kostet meist 2 oder 3 Prozent, mindestens 5 Euro – egal ob innerhalb oder außerhalb Eurolands. Einige Anbieter verzichten darauf und werben, Bargeldziehen sei kostenlos. Doch das stimmt nur innerhalb der Eurozone. Außerhalb kassieren sie kräftig: ADAC-Karte 1 Prozent, ING-Diba 1,25 Prozent, comdirect 1,5 Prozent, Citibank 1,65 Prozent. Nur die DKB-Bank macht es wirklich gratis.

Postbank-Sparcard: Sie ist ein Tipp, vor allem für Jugendliche ohne Kreditkarte. Abhebungen an Automa­ten mit Visa- und Plus-Zeichen sind weltweit kostenlos, aber nur zehnmal pro Jahr.

Prepaidkreditkarte: Sie wird im Vor­aus mit Euro geladen. Sinnvoll ist sie für junge Leute, wenn sie sie nur zum Bezahlen nutzen, nicht zum Bargeldabheben, denn das ist sehr teuer.

Reiseschecks: Sie sind sinnvoll für touristisch kaum erschlossene Gebiete mit wenig Geldautomaten.

Tipp: Prüfen Sie die Gültigkeitsdauer und das Verfügungslimit der Karten. Bei Verlust sofort sperren lassen. Die Sperrnummer lautet 00 49/116 116.

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