Ein Reisebüro ist ohne den ausdrückli­chen Auftrag des Kunden nicht verpflichtet, das billigste Angebot für seinen Reisewunsch herauszusuchen, entschied das Amtsgericht München (Az. 233 C 28416/06). Eine Urlauberin hatte eine Reise auf die Bermudas für 15 000 Euro gebucht und nach der Rückkehr erfahren, dass es den gleichen Trip auch für 2 700 Euro weniger gab. Daraufhin verlangte sie die Differenz von ihrem Reisebüro mit der Begründung, es habe seine Sorgfaltspflichten verletzt. Das Gericht gab jedoch dem Reisebüro recht, das die Zahlung verweigert hatte. Wenn der Kunde wolle, dass das Reisebüro das günstigste Angebot herausfinden solle, müsse er dazu einen konkreten Auftrag erteilen. Ein Reisebüro sei von sich aus nicht verpflichtet, alle Angebote nach dem billigsten zu durchforsten.

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