Reiseangebote im Internet: Interview Meldung

Reiseschnäppchen im Internet, doch wie schützt man sich vor World Wide Nepp? Wir fragten Eva Günther, Autorin eines Reiseratgebers der Verbraucherzentrale Hamburg.

Reist man übers Internet immer billiger als mit dem Reisebüro?

Günther:

Die Chancen sind gut, eine Garantie gibt es aber nicht. Deshalb sollte man stets mehrere Onlineangebote vergleichen, zum Beispiel über www.touristikboerse.de, www.buchungsmaschine.de (für Pauschalreisen) oder über Preisagenturen wie www.ihrpreis.de.

Wie kann man seriöse Veranstalter erkennen?

Günther:

Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, gewisse Indizien aber schon: Ein seriöser Anbieter nennt seine vollständige Anschrift mit Straßennamen. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ­ auch die der Reiseveranstalter ­ sowie ausführliche Beschreibungen der Reiseangebote können leicht abgerufen und ausgedruckt werden. Bei Pauschalreisen kann man unter www.fvw.de in einem Register nachsehen, ob der Veranstalter die gesetzlich vorgeschriebene Versicherung gegen Konkurs hat.

Onlineformulare haben ihre Tücken. Wie kann man sicher sein, wirklich gebucht zu haben?

Günther:

Meist erscheint ein kleiner Extrakasten mit einem Hinweis, an welchem Schritt des Buchungsvorgangs man sich befindet. Einige Systeme bieten aber auch Reservierungen an, die sich nach einiger Zeit entweder in eine Buchung umwandeln oder automatisch storniert werden. Reisende sollten beim Onlinebuchen immer zuerst in die AGB schauen und sich zur Sicherheit Bestellformulare mit den Buchungsdaten ausdrucken.

Verbraucherzentrale Hamburg e. V.

(Hrsg.):

Reisen online. Reisen planen und buchen im Internet

Hamburg 2000, 116 S., 10 Mark, ISBN 3-922940-97-8

(Bestellung unter Tel.: 0 190 7/7 54 41)

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