Was ist eigentlich: ...höhere Gewalt?

Juristen verstehen darunter ein von ­außen kommendes, nicht abwendbares Ereignis, das bei Vertragsschluss nicht vorhersehbar war und die Reise erheblich gefährdet oder beeinträchtigt. In der Praxis sind das etwa Seuchen, Kriege oder ausgedehnte Unruhen im Urlaubsland. Auch örtlich begrenzte Terroranschläge wurden bereits als höhere ­Gewalt gewertet. Ein Indiz dafür sind Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes. Kunde und Veranstalter können dann den Reisevertrag vor oder während der Reise kündigen. Das Geld gibt es zurück, doch der Veranstalter darf erbrachte Leistungen in Rechnung stellen. Wird die Reise abgebrochen, muss der Veranstalter den Rücktransport organisieren, die Mehrkosten dafür werden geteilt. Andere Mehrkosten zahlt der Urlauber selber.

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