Reiseabbruchversicherung Meldung

Unter Palmen verletzt im Bett zu liegen, ist kein Urlaub.

Ein Reiseabbruchversicherung muss auch dann zahlen, wenn der Versicherte länger als geplant am Urlaubsort bleiben muss. Das entschied das Landgericht Köln (Az. 24 O 46/03).

Ein Urlauber hatte sich so sehr den Fuß verletzt, dass er nicht planmäßig nach Hause fliegen konnte, sondern über eine Woche länger auf den Malediven bleiben musste. Der Versicherer sah darin lediglich eine Reiseunterbrechung, für die er nicht zahlen müsse. Das Gericht urteilte anders und sprach dem Versicherten rund 5 880 Euro zu.

Ein Urlaub sei bereits dann abgebrochen, wenn die „gebuchte Reiseleistung“ nicht mehr genutzt werden könne und die Rückkehr nicht mit dem ursprünglich gebuchten Flug möglich sei.

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