Urlauber können über den Reisepreis hinaus eine Entschädigung vom Veranstalter fordern, wenn sie die Reise wegen Überbuchung nicht antreten konnten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Grundsatzurteil entschieden (Az. X ZR 118/03). Die Richter gestanden den Reisenden zu, dass sie das vom Veranstalter angebotene Ausweichhotel nicht annehmen müssen.

Im verhandelten Fall wollten die Kunden auf einer bestimmten Malediven-Insel schnorcheln und tauchen. Das war nach ihrer Meinung in der Umgebung des Ausweichquartiers nicht so gut möglich. Sie bekamen den Reisepreis erstattet und zusätzlich eine Entschädigung in der Höhe des halben Reisepreises.

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