Reinigung Meldung

Grau statt weiß. Reinigung haftet für verfärbtes Brautkleid.

Wirbt ein Geschäft mit „Reinigungs­annahme“, verstehen Kunden, dass ihre Kleidung dort angenommen und gereinigt wird. Um diese Frage kann es Streit geben, wie ein Fall zeigt, den das Amts­gericht Augs­burg zu entscheiden hatte (Az. 73 C 208/16): Eine Frau gab ihr Brautkleid in einem Laden zur „Reinigungs­annahme“ ab und bekam es verfärbt zurück. Der Laden­inhaber wies die Schuld von sich: Er sei laut seinen Geschäfts­bedingungen nur der Vermittler. Das Gericht gab der Klägerin recht und verurteilte den Laden­besitzer zu 450 Euro Schaden­ersatz. Aus dem Schrift­zug „Reinigungs­annahme“ könne nicht geschlossen werden, dass im Laden Kleidung zwar entgegen­genommen, aber nicht gereinigt werde. Solle das gelten, müsse der Kunde einen klaren Hinweis bekommen.

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