Tipps

So finden Sie den passenden Reifen

  • Zulassung. Die aktuelle Reifengröße finden Sie im Fahrzeugschein bisher unter den Ziffern 20 bis 23. Im neuen Fahrzeugschein seit Oktober 2005 unter den Ziffern 15.1 bis 15.3. Welche Reifen zugelassen sind, hängt von Motorleistung, Fahrzeuggewicht und Höchstgeschwindigkeit ab. Fragen Sie Ihren Reifenhändler.
  • Reifengröße. Die Größe des Reifens ist auf die Reifenflanke geprägt. Beispiel: 185/60 R14 H. Dieser Reifen ist 185 Millimeter breit. Die 60 nach dem Schrägstrich zeigt das Verhältnis von Höhe zu Breite. Je kleiner die Zahl, desto flacher der Reifen. Kleine Zahlen sind typisch für Breitreifen. „R“ kodiert die Reifenbauart und steht für Radialreifen = Gürtelreifen. 14 ist der Felgendurchmesser in Zoll. Der folgende Buchstabe kodiert die Geschwindigkeitsklasse. H = zugelassen bis 210 km/h.
  • Fahrzeugschein. Im neuen Fahrzeugschein wird seit Oktober 2005 nur noch eine Reifengröße genannt. Im allgemeinen der kleinste für das Fahrzeug zugelassene Sommerreifen. Beachten Sie die Bemerkungen und Ausnahmen im neuen Fahrzeugschein (Zeile 22). Dort können weitere zugelassene Reifengrößen verzeichnet sein.
  • Konfigurator. Auswahlprogramme im Internet helfen bei der Suche nach dem richtigen Reifen. Continental, Goodyear und Fulda bieten Konfiguratoren für ihr Reifenprogramm. Nutzen Sie die Links im Kasten rechts.

Darauf sollten Sie achten

  • Geschwindigkeitsklasse. Schnelle Autos brauchen sicheren Halt. Achten Sie beim Reifenkauf auf die richtige Geschwindigkeitsklasse. Sie wird mit Großbuchstaben bezeichnet. Folgende Klassen gibt es: Q: bis 160 km/h, S: bis 180 km/h, T: bis 190 km/h, H: bis 210 km/h, V: bis 240 km/h, W: bis 270km/h und Y: bis 300km/h und ZR: über 240 km/h.
  • Bescheinigung. Sie fahren einen Reifen, der nicht im Fahrzeugschein verzeichnet ist? Dann bitten Sie den Reifenhändler oder den Fahrzeughersteller um eine schriftliche Bestätigung, dass die montierten Reifen für Ihr Fahrzeug und Ihre Motorleistung zugelassen sind. Neuwagen werden seit Oktober 2005 mit einer so genannten COC-Bescheinigung geliefert. COC = Certification of Conformity. Bewahren Sie diese Bescheinigung im Auto auf. So beugen Sie Ärger bei Verkehrskontrollen vor.
  • Preise vergleichen. Ein guter Satz 225er-Sommerreifen kann 840 oder auch 448 Euro kosten. Billigstes gutes Angebot im Test: Semperit Direction Sport. Teuerstes Angebot: Michelin Pilot Sport PS2. Vergleichen Sie die Preise bei verschiedenen Händlern. Fragen Sie nach Komplettpreisen mit Montage, Auswuchten, Ventil und Altreifenentsorgung. Die Unterschiede sind groß.
  • DOT-Nummer. Reifengummi altert, auch wenn die Reifen nicht gefahren werden. Kaufen Sie deshalb möglichst neue Reifen: Die DOT-Nummer auf der Reifenflanke zeigt das Herstellungsdatum. Die Hersteller nennen Kalenderwoche und Jahr. Beispiel: DOT 3505. Dieser Reifen wurde in der 35. Kalenderwoche 2005 produziert. Achten Sie beim Kauf auf die DOT-Nummer der Reifen. DOT steht übrigens für Department of Transportation, die amerikanische Zulassungsbehörde.

So bleiben Ihre Reifen lange fit

  • Einfahren. Eingefahrene Reifen haften besser. Das Walken des Reifens während der Fahrt hält das Gummi geschmeidig. Nach längerer Lagerung müssen auch gebrauchte Reifen wieder eingefahren werden.
  • Luftdruck. Kontrollieren Sie den Reifendruck alle 14 Tage. Fahren Sie nicht mit zu niedrigem Druck. Das frisst Sprit und strapaziert die Reifen. Weiche Reifen laufen schneller heiß und können platzen. Vor allem bei hohem Tempo und auf langen Fahrten.
  • Kalte Reifen. Den richtigen Reifendruck finden Sie in der Betriebsanleitung zu Ihrem Auto. Der Wert gilt für kalte Reifen. Bei warmen Reifen steigt der Druck. Kontrollieren Sie den Reifendruck stets bei kalten Reifen. Lassen Sie keine Luft aus den Reifen, nur weil Ihnen der Luftdruck bei heißen Reifen zu hoch erscheint.
  • Bordsteine. Überfahren Sie Bordsteine und Einfassungen nur im Notfall. Wenn es sein muss, dann langsam und in stumpfem Winkel. Parken Sie nicht mit gegen den Bordstein gepressten Reifen.
  • Markieren. Markieren Sie die Position des Reifens beim Reifenwechsel mit Kreide: Vorne rechts und links, hinten rechts und links. Montieren Sie den Reifen in der nächsten Saison wieder an derselben Stelle, damit die Drehrichtung identisch bleibt.
  • Richtig lagern. Lagern Sie Ihre Reifen dunkel, trocken und kühl. 15 bis 20 Grad Celsius sind optimal. Nicht direkt neben dem Heizungskessel. Direkte Sonneneinstrahlung oder Kunstlicht mit hohem UV-Anteil schaden dem Reifengummi. Lagern Sie den Reifen möglichst sauber ein. Frei von Öl, Fett, Kraftstoff und anderen Chemikalien.
  • Ohne Felge im Stehen. Lagern Sie Reifen ohne Felge im Stehen. Drehen Sie die Reifen regelmäßig weiter, damit sie sich nicht verformen.
  • Mit Felge im Liegen. Lagern Sie Reifen mit Felge übereinandergestapelt oder hängen Sie die Reifen auf. Optimal sind ein Felgenbaum oder einzelne Wandaufhänger.
  • Haltbarkeit. Wie lange ein Autoreifen hält, ist auch bei Experten umstritten. Die Schätzungen liegen zwischen sechs und zehn Jahren. Mit der Zeit verliert das Reifengummi an Elastizität und damit an Haftung: Unabhängig von der Profiltiefe.
  • Profil. Tauschen Sie Sommerreifen bei etwa drei Millimetern, Winterreifen spätestens bei vier Millimetern Restprofil aus. Das ist sicherer: Obwohl das Gesetz nur 1,6 Millimeter Restprofil fordert.

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