Reifen Test

Gute Sommerreifen halten das Auto auch bei hohem Tempo perfekt in der Spur. Ihr Bremsweg ist kurz, ihr Kurvengriff sicher. Selbst bei Regen: Das Sommerprofil leitet Wasser schnell nach außen ab. So haftet der Reifen auch auf nasser Fahrbahn. Doch welcher Sommerreifen ist der beste? Lohnt sich der Kauf von Spezialreifen für bestimmte Fahrzeugtypen oder sind normale Reifen besser? Im Test: 35 Sommerreifen für Kleinwagen, Kompakt- und Mittelklasse. Zwei Reifen speziell für Mercedes. test.de zeigt die besten Sommerreifen.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Sommerreifen

Die besten Reifen für Polo und Co.

Kleinwagen wie VW Polo und Toyota Yaris sind mit der Reifengröße 185/60 R14 bestens bestückt. Sie sind etwas breiter als die für Kleinwagen üblichen Standardreifen 175/65. Die breiteren Reifen können mehr Kraft übertragen. Vorteil: der Bremsweg ist kürzer und die Reifen laufen besonders treu in der Spur. Der beste 185er-Reifen im Test heißt Bridgestone Turanza ER 300. Er fährt der Konkurrenz förmlich davon: Qualitätsurteil gut, Note 2,1. Auf trockener Fahrbahn läuft der Bridgestone Turanza sogar sehr gut. Eine halbe Note besser als die anderen guten 185er-Reifen im Test.

Fünf gute 185er

Nur der BFGoodrich Profiler schließt auf trockener Fahrbahn zum Turanza auf. Bei Regen geht der Profiler aber klar aus dem Rennen. Handling und Kurvenführung sind nur noch ausreichend. Der BFGoodrich Profiler fällt dadurch auf den letzten Platz zurück. Testurteil insgesamt: nur befriedigend. Fünf 185er-Reifen fahren dagegen mit „Gut“ ins Ziel. Neben dem Testsieger Bridgestone Turanza ER 300 sind das Nokian NRHi, Continental EcoContact3, Firestone Firehawk TZ 200 Fuel Saver und Uniroyal rallye 550. Firestone und Uniroyal sind besonders günstig. Preis für einen Satz Reifen: ab 180 Euro. Der Testsieger von Bridgestone kostet – je nach Angebot – 204 bis 292 Euro.

Sieben gute 225er

Breitreifen für Kompakt- und Mittelklassewagen sind deutlich teurer. Ein Satz guter Sommerreifen in der Größe 225/45 R17 kostet zwischen 448 und 768 Euro. Ein Preisvergleich lohnt - die Unterschiede sind groß. Auch bei ein und demselben Modell. Die besten Breitreifen im Test heißen Michelin Pilot Sport PS2 und ContiSportContact3. Auf trockener Fahrbahn fahren diese Reifen durchweg Bestnoten ein. Auch bei Regen liegen sie gut in der Spur. Fünf weitere 225er-Reifen von BFGoodrich, Bridgestone, Goodyear, Semperit und Uniroyal sind insgesamt gut. Der Testkompass zeigt alle Reifen im Überblick.

Spezialreifen fahren schlechter

Die beiden guten Breitreifen von Michelin und Bridgestone gibt es auch als Mercedes-Original zu kaufen. Sie tragen die Zusatzbezeichnung MO auf der Reifenflanke und sind nach den Wünschen von Mercedes optimiert. Sichtbar wirds beim Profil: Die Rillen der MO-Reifen Michelin Pilot Sport MO und Bridgestone Potenza RE050 MO sind anders gezeichnet als bei den normalen Reifen mit diesem Namen. Die Optimierung aber geht nach hinten los. Mit den MO-Reifen fährt der Mercedes C 230 T im Test schlechter als mit den normalen Reifen von Bridgestone und Michelin. Besonders deutlich sind die Unterschiede auf nasser Fahrbahn. Der MO-Reifen hat einen längeren Bremsweg und lässt sich insgesamt schlechter steuern.

Noch zu viel PAK

Nachholbedarf haben die Reifenhersteller in Sachen Umweltschutz. Sie setzen immer noch kritische Weichmacher ein. Viele Reifen enthalten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe – kurz PAK. Sie sollen das Gummi geschmeidig machen. Doch PAK können Krebs erzeugen. Es gibt ungiftige Alternativen. Stark mit PAK belastet sind die geprüften Reifen von Maloya, Pirelli und Vredestein. Viel PAK enthalten auch die Reifen von Bridgestone, Dunlop, Fulda, Goodyear, Hankook, Kleber und Kumho. Lob dagegen für Continental und seine Tochterfirmen Barum, Semperit und Uniroyal. Ebenso für Nokian: Diese Firmen produzieren Reifen mit vorbildlich niedrigen PAK-Werten.

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