Reifen Test

Sommerreifen müssen sicher fahren und bremsen, auf trockenen und auf nassen Straßen, leicht abrollen und lange halten. Nicht alle erfüllen diese Ansprüche. Stiftung Warentest prüfte 36 Sommerreifen in zwei Größen für Klein-, Kompakt- und Mittelklasseautos.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Sommerreifen

Sechs mal „mangelhaft“

In Zusammenarbeit mit dem ADAC hat die Stiftung Warentest 36 Sommerreifen getestet. Sechs davon erhielten die Note „mangelhaft“. Unter den 15-Zoll-Reifen für Klein- und Kompaktwagen waren die chinesischen Importreifen Goodride und Interstate auf nasser Fahrbahn glatt „mangelhaft“. Dabei gaukelt der M+S-Stempel auf der Reifenflanke – er steht für Matsch und Schnee – sogar eine Wintereignung vor. In der Gruppe der 17-Zoll-Reifen für Kompakt- und Mittelklasseautos zeigt sich ein ähnliches Bild: Sunny und Goodride – beide mit M+S-Zeichen – sowie der Wanli versagen auf nasser Straße völlig. Aber auch ein europäisches Markenprodukt, der Sava aus dem Hause Goodyear-Dunlop, fährt ein „mangelhaftes“ Ergebnis ein. Der „sehr guten“ Dauerhaltbarkeit und dem geringen Verbrauch stehen hier „mangelhafte“ Eigenschaften auf nasser Straße gegenüber. Das führt zur Abwertung.

15-Zoll-Reifen: Michelin punktet mit Langlebigkeit

Testsieger in der kleineren Größe ist der Leichtlaufreifen Michelin Energy Saver. Er bietet nicht nur niedrigen Kraftstoffverbrauch, sondern erweist sich auch als ausgesprochen verschleißfest. Die guten Umwelteigenschaften erkauft er sich jedoch durch eine leichte Schwäche auf nasser Fahrbahn: Handling, Bremsen und Aquaplaning auf Geraden sind nur „befriedigend“. Die „guten“ Konkurrenten von Nokian, Pirelli, Continental und Dunlop sind besser bei Nässe, dafür aber allesamt etwas schlechter im Kraftstoffverbrauch und Verschleiß. Dennoch erzielen sie einen brauchbaren Kompromiss zwischen gutem Nassgriff und niedrigem Rollwiderstand, der für geringeren Kraftstoffverbrauch mitverantwortlich ist.

17-Zoll-Reifen: Pirelli rundum „gut“

Der Pirelli Cinturato P7 ist der beste Reifen in der 17-Zoll-Größe. Als einziger im Test erreicht er in allen drei Wertungsgruppen die Note „gut“: auf nasser und trockener Fahrbahn sowie bei den Umwelteigenschaften. Die Nächstplatzierten, Dunlop SP Sport Maxx TT und Goodyear Eagle F1, sind trotz „guter“ Verschleißfestigkeit in den Umwelteigenschaften nur „befriedigend“, weil das Auto mit ihnen etwas mehr Kraftstoff verbraucht und sie etwas lauter abrollen. Dass beide Reifen bei Nässe besser abschneiden als der Testsieger, liegt am „sehr guten“ Handling und dem etwas besseren Aquaplaning in Kurven.

Nur zweimal Bestnote auf trockener Fahrbahn

Die Bestnote „sehr gut“ auf trockener Fahrbahn vergaben die Tester nur an zwei Reifen: Continental SportContact 3 und Michelin Pilot Sport 3. Beides 17-Zöller - also für Mittelklasseautos. Der Bridgestone Potenza RE050 A liegt knapp dahinter. Alle drei sind jedoch nur „befriedigend“ verschleißfest. Das ist zumindest für den Michelin-Reifen recht ungewöhnlich.

Zwei schwächeln beim Schnelllauftest

Natürlich geht es im Reifentest auch um die Sicherheit. Deshalb beschleunigen die Tester die Reifen auf dem Prüfstand über die angegebene Höchstgeschwindigkeit hinaus. Unter den schnellen 225er-Reifen hielten zwei dieser Prüfung nicht stand. Sunny und Wanli erfüllten im Nachtest nur die milderen Normwerte. Und so lautet das Schnelllaufurteil für sie nur „bedingt bestanden“.

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