Reifen Test

Audi A3, Renault Laguna oder VW Passat: Viele Autos der Kompakt- und Mittelklasse können mit Standard- und mit Breitreifen gefahren werden. Bringen die 225 Millimeter breiten Reifen mehr Sicherheit? Im Test: 21 Sommerreifen der Größen 205/55 R16 und 225/45 R17. test.de sagt, wer vorne fährt.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Sommerreifen

Schnelle Entwicklung

Hohe Geschwindigkeiten auf trockener Fahrbahn: Das ist die Königsdisziplin von breiten Reifen. Bis auf eine Ausnahme jagen die 225er Sommerreifen im Test sehr gut über trockene Pisten. Und die Ausnahme – Vredestein Sportrac 2 – fährt immerhin gut. Die Bewährungsprobe folgt im Regen: Auf nasser Fahrbahn sind breite Reifen anfällig für Aquaplaning. „Mangelhaft“ lautete die Aquaplaning-Wertung beim Test von Winterreifen im Herbst 2003. Kein Breitreifen kam damals gut ins Ziel. Das ist nun anders: Die breiten Sommerreifen sind nicht wasserscheu. Kein Problem mit Aquaplaning; gute Haftung, auch bei Regen. Die Hersteller haben schnell reagiert und bessere Gummimischungen entwickelt.

Teures Tempo

Breitreifen haben allerdings ihren Preis: Ein Satz 225er-Sommerreifen kostet im Schnitt 676 Euro. Gut 240 Euro mehr als die normalen 205er Sommerreifen – die ja ohnehin schon recht breit sind. Wer hohes Tempo fährt (über 240 km/h), liegt mit Breitreifen aber richtig. Bei entsprechender Motorleistung sind die 225er Reifen sogar vorgeschrieben. Außerdem rollen sie komfortabel ab. Für alle anderen Autofahrer gilt: 205er Sommerreifen sind deutlich billiger und insgesamt ebenso gut wie die teueren Breitreifen.

Die besten Standardreifen

Vorteil der 205er Standardreifen: Weniger Rollwiderstand und damit oft etwas geringerer Spritverbrauch. 12 von 15 Standardreifen machten im Test ein gutes Rennen. Preiswert und gut (Note 2,1) ist der Firestone Firehawk TZ200. Stückpreis: 99 Euro. Der Testsieger indes heißt Bridgestone Potenza RE720. Beste Haftung auf nasser Fahrbahn. test-Urteil: gut (Note 1,9) – und damit knapp vor der Konkurrenz im Ziel. Stückpreis: 122 Euro. Ebenfalls Spitze ist der Michelin Pilot Exalto für 131 Euro.

Die besten Breitreifen

Der Testsieger bei den Breitreifen heißt Continental SportContact 2. Stückpreis: 170 Euro. test-Urteil: gut (Note 2,0). Noch etwas besser auf nasser Fahrbahn ist der Dunlop SP Sport 9090. Stückpreis: 164 Euro. Nachteil: Der Dunlop ist weniger verschleißfest. Wohl eine Folge der besonders haftfähigen Gummimischung. Preisgünstig und gut ist der Goodyear Eagle F1 GS-D3. Stückpreis: 154 Euro. test-Urteil: gut (Note 2,1).

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