Tipps

Richtigen Reifen finden

  • Daten­blatt. Seit einigen Jahren sind nicht mehr alle für das Auto zulässigen Reifengrößen in den Fahr­zeug­papieren einge­tragen, sondern in der Regel nur die kleinste Sommerreifengröße (Basisbereifung). Meist finden Sie die Angaben über weitere Größen in einem tech­nischen Daten­blatt, das Sie in der Regel beim Kauf eines Neuwagen ausgehändigt bekommen.
  • Nach­fragen. Sollten Sie dieses Daten­blatt nicht mehr haben oder haben Sie einen Gebraucht­wagen gekauft, empfiehlt es sich, beim Fahr­zeug­hersteller oder in der Vertrags­werk­statt nach­zufragen.
  • Internet. Auf den Internet­seiten mancher Reifen­hersteller finden Sie sogenannte „Tire Manager“. Hier erhalten Sie nach Eingabe der Fahr­zeug­daten wie Typ, Baujahr und Motor­leistung alle möglichen Umbe­reifungs­formate aufgelistet.
  • Felgen. Reifen mit größerem Durch­messer brauchen auch entsprechend größere Felgen. Die Freigabe des Auto­herstel­lers für die meist auch breiteren Rad-Reifen-Kombinationen ist wichtig, weil der Reifen auch bei beladenem Fahr­zeug nicht am Kotflügelrand schleifen darf, zum Beispiel beim Einlenken in Kurven.
  • Haupt­unter­suchung (HU). Bei der HU – früher oft einfach Tüv genannt – greifen die Kfz-Sach­verständigen auf eine Liste der für das Fahr­zeug freigegebenen Reifengrößen zurück. Steht die montierte Größe nicht auf der Liste, können sie die Plakette verweigern oder erst nach kosten­pflichtiger Abnahme und Eintragung der Rad-Reifen-Kombination erteilen.

Richtig Reifen wechseln

  • Profil. Erneuern Sie die Sommerreifen, wenn die Profiltiefe einer Haupt­rille drei Milli­meter erreicht hat. Die gesetzlich fest­gelegte Mindest­profiltiefe von nur 1,6 Milli­metern ist zu wenig, vor allem auf Nässe.
  • Alter. Die DOT-Nummer auf der Reifenflanke gibt Ihnen Auskunft über die Herstellungs­woche und das -jahr. Kaufen Sie möglichst keine Reifen, die älter als ein bis zwei Jahre sind. Erneuern Sie die Reifen nach spätestens zehn Jahren.
  • Termin. Ziehen Sie die Sommerreifen nicht zu früh auf, denn der Winter kann noch zurück­kommen. Als Faust­regel für den Nutzungs­zeitraum von Sommerreifen bewährt sich die Formel „O bis O“: Ostern bis Oktober.
  • Lagern. Reinigen Sie die Winterreifen mit Wasser und trocknen Sie sie. Entfernen Sie Fremdkörper wie Steine und Splitter aus den Profilrillen. Kenn­zeichnen Sie die Radposition zum Beispiel mit Kreide.
  • Luft­druck. Die Herstel­ler­angaben zum korrekten Füll­druck finden Sie in der Bedienungs­anleitung Ihres Autos, innen in der Tank­klappe oder auf einem Aufkleber in der Türzarge. Kontrollieren Sie den Luft­druck etwa alle zwei Wochen.
  • Ausgleich. Um den schnel­leren Verschleiß der Antriebs­räder auszugleichen, sollten Sie die Reifen im Jahres­rhythmus von hinten nach vorn und umge­kehrt tauschen. Achtung: Wechseln Sie dabei aber nicht über Kreuz, damit sich die Dreh­richtung des Rades nicht umkehrt.

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