Neue Reifen: Auf die Größe achten

Nicht alles ist erlaubt. Je nach Motorisierung oder Ausstattungs­linie statten die Auto­hersteller den gleichen Fahr­zeug­typ mit unterschiedlichen Bereifungs­größen aus. Ebenso kann sich der Auto­fahrer beim Neukauf von Reifen zwischen mehreren Umbe­reifungs­größen entscheiden. Dabei sollte er aber einige Dinge beachten. Wichtig ist, dass sich der Abroll­umfang nicht wesentlich ändert – sonst stimmt die Tacho­anzeige nicht mehr. Und nicht alles, was passt, ist auch erlaubt.

Daten­blatt. Seit einigen Jahren sind nicht mehr alle für das Auto zulässigen Reifengrößen in den Fahr­zeug­papieren einge­tragen, sondern in der Regel nur die kleinste Sommerreifengröße (Basisbereifung). Meist findet man die Angaben über weitere Größen in einem tech­nischen Daten­blatt, das beim Kauf eines Neuwagens mitgegeben wird. Anderenfalls empfiehlt sich, beim Fahr­zeug­hersteller oder in der Vertrags­werk­statt nach­zufragen.

Internet. Auf den Internet­seiten der Reifen­hersteller findet der Auto­fahrer „Tire Manager“, wo er nach Eingabe der Fahr­zeug­daten wie Typ, Baujahr und Motor­leistung alle möglichen Umbe­reifungs­formate findet.

Felgen. Reifen mit größerem Durch­messer brauchen auch entsprechend größere Felgen. Die Freigabe des Auto­herstel­lers für die meist auch breiteren Rad-Reifen-Kombinationen ist wichtig, weil der Reifen bei beladenem Fahr­zeug nicht am Kotflügelrand schleifen darf, zum Beispiel beim Einlenken in Kurven.

Prüf­stellen. Bei der Haupt­unter­suchung greifen die Sach­verständigen auf eine Liste der für das Fahr­zeug freigegebenen Reifengrößen zurück. Steht die montierte Größe nicht auf der Liste, kann die Plakette verweigert oder erst nach kosten­pflichtiger Abnahme und Eintragung der Rad-Reifen-Kombination erteilt werden.

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