Reifen Test

Ganz billig bringt oft nichts. Beweis: Der Chengs­han CSR66 platzte im Schnell­lauftest – und patzte bei Nässe auf voller Breite. Doch gute Reifen müssen nicht viel teurer sein: Der Testsieger bei den 195ern kostet nur 17 Euro mehr als das Negativbei­spiel im Test. Das sollte Auto­fahrern die Sicherheit wert sein.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Sommerreifen

Ausfälle beim Schnell­lauf

Sicher ist sicher. Deswegen geht die Stiftung Warentest beim Schnell­lauftest 10 Kilo­meter pro Stunde über die Nenn­geschwindig­keit des Reifens hinaus. Das heißt: Die Kleinwa­genreifen mit der Kenn­ziffer T müssen 200 statt 190 km/h aushalten und die größeren V-Reifen 250 statt 240 km/h. Der Point S Summer­star 2 war damit über­fordert, erreichte aber in einem weiteren Test zumindest die angegebene Höchst­geschwindig­keit von 240 km/h. Für den 48 Euro teuren Chengs­han CSR66 war aber selbst das zu schnell: Er war schon bei Tempo 230 am Ende. Auch bei den Fahr­prüfungen auf nasser Fahr­bahn versagte der Chinareifen auf voller Breite.

Wenige Euro mehr für Ihre Sicherheit

Dass es besser geht, beweisen fünf Reifen in der Test­größe für Kleinwagen und sieben für Kompakt- und Mittel­klassewagen. Zu Preisen, die gar nicht so viel höher liegen als die der Billig­importe. Beispiel: Testsieger bei den Reifen für Kompakt- und Mittel­klasseautos ist der Vrede­stein Sport­rac 3 für 65 Euro – der Aufpreis gegen­über dem im Test geplatzten Billig­import beträgt gerade mal 17 Euro. Bei den 195ern sind folgende Reifen ebenfalls gut: Bridge­stone Ecopia EP 150, Maloya Lugano und Nokian V sowie Continental PremiumContact 2, Dunlop SP Sport Fast Response und Semperit Speed-Life. Teil­weise sind sie noch güns­tiger als der Testsieger.

Bei Kleinwagen Continental vorn

Die besten Noten auf nasser und trockener Straße gehen an den Testsieger in der Kleinwagengröße, Continental PremiumContact 2. Außerdem gut in dieser Gruppe: Michelin Energy Saver, Uniroyal Rain­Expert, Hankook Optimo und Semperit Comfort-Life 2. Bei den meisten anderen Reifen im Test führten Schwächen auf nasser Fahr­bahn zur Abwertung, beim Chengs­han bis auf mangelhaft. Bei trockener Fahr­bahn verpassten nur der Kleinwa­genreifen von Debica und der Kompakt­wagenreifen von Sava die Note Gut.

Pirelli Cintur­ato P1 spart Kraft­stoff

Als ausgesprochener Leicht­laufreifen erwies sich der neue Pirelli Cintur­ato P1. In beiden Test­größen ist der Kraft­stoff­verbrauch mit ihm sehr nied­rig – ein Indiz für sehr geringen Roll­widerstand. Die Mitbewerber liegen in dieser Prüfung um bis zu einer Noten­stufe hinter ihm. Ähnlich groß ist auch die Band­breite bei der Wertung der Geräusche. Der Point S Summer­star 2 dröhnt innen am lautesten. Auch recht laut sind Maloya und Dunlop, sowie die Kleinwa­genreifen Sava Perfecta und Debica Passio 2.

Indischer Neuling verschleißt schnell

Seit kurzem bereichert der indische Anbieter Apollo den Markt der Auto­reifen. Das Unternehmen hat die einge­führten Marken Vrede­stein und Maloya über­nommen. Der südasiatische Neuling konnte bei den Kleinwa­genreifen auf Anhieb punkten. Sowohl auf trockener als auch auf nasser Straße braucht er den Vergleich mit der etablierten Konkurrenz nicht zu fürchten. Dennoch fällt er in der Rang­folge um ein paar Plätze zurück. Das liegt an seiner deutlich schlechteren Verschleiß­festig­keit.

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