Reifen Test

Die Kontaktfläche zwischen einem Autoreifen und der Straße ist kaum breiter als eine Hand. Eine Handbreit für die Sicherheit: Sommerreifen sollen auch auf nasser Fahrbahn sicher haften. Sechs von 31 Sommerreifen hatten im Test Probleme.

Sicher in der Spur

Glatter Asphalt, Wasserlachen, Aquaplaning: Bei Regen sind die Reifen voll gefordert. Jetzt zählt bester Griff und bestes Handling. Gute Sommerreifen halten das Fahrzeug auch auf pitschnasser Piste sicher in der Spur. Sieben Modelle fahren vorn. Für Kleinwagen und Kompaktwagen: Bridgestone New Turanza ER 70, Continental EcoContact 3 und Toyo Roadpro R610 A. Für Mittelklasseautos: Uniroyal Rallye 540, Vredestein Sportrac 2, Maloya Futura Sport V und Toyo Roadpro R 610 A. Sie sind bei Regen noch eine Spur besser als die ohnehin schon gute Konkurrenz.

Allrounder überholt

Nur sechs von 31 getesteten Sommerreifen haben bei Regen Probleme: Es fehlt ihnen an Griff. Vor allem beim Bremsen und in Kurven. Die Reifen sind zwar sicher, aber nicht sicher genug. Urteil: nur befriedigend auf nasser Fahrbahn. Das gilt auch für den einzigen Ganzjahresreifen im Test, den Goodyear Eagle Vector EV-2. Der Allrounder fährt den guten Sommerreifen klar hinterher. Nur in puncto Umwelt liegt er vorn: Geringer Verschleiß und geringer Rollwiderstand: Der Goodyear Eagle Vector spart Sprit und hält besonders lange. Einziger Reifen mit sehr guter Haltbarkeit im Test.

Klasse H bis 210 km/h

Schnelle Autos brauchen sicheren Halt: Bei Sommerreifen ist heute die Klasse H üblich. Sie ist bis 210 Stundenkilometer zugelassen. V-Reifen dürfen mit bis zu 240 Stundenkilometern gefahren werden. Die Stiftung Warentest jagte mit den Reifen über den Nürburgring. Auf der Nordschleife wurde die Spurtreue bei hohem Tempo getestet. Beste Ergebnisse für Fulda Carat Attiro, Goodyear Eagle NCT 5 und Dunlop SP Sport 01. Alle drei sind breite 195er Hochgeschwindigkeitsreifen. Fulda und Dunlop liegen auch bei den 185ern Reifen vorn. Dort teilen sie sich den Spitzenplatz aber mit Bridgestone und Hankook.

Wichtige Reserve

Wohlgemerkt: Das ist keine Aufforderung zum Rasen. Der Test mit hohem Tempo zeigt, ob die Reifen die nötige Sicherheitsreserve haben. Wichtig auch bei hoher Zuladung, falschem Reifendruck oder extremen Wetterverhältnissen. Im Schnelllauftest gingen die Prüfer 10 km/h über das Limit. Die H-Reifen wurden bis 220, die V-Reifen bis 250 Stundenkilometer beschleunigt. Die Raserei wurde fachgerecht simuliert. Auf einem Prüfstand, nicht auf der Fahrbahn. Ergebnis: Alle getesteten Reifen sind sicher. Auch bei hohem Tempo. Nur der Pirelli P6 sollte nicht übers Limit gefahren werden. Auf dem Nürburgring gehörte er zu den spurtreusten, aber die Messgeräte schlugen Alarm: Der Reifen verträgt das extreme Tempo nicht.

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