Regionale Milch: Kleine und große Molkereien

Vier sehr gute Milchanbieter. Regional stark aufgestellt ist die Voll­milch von drei Anbietern aus Brandenburg: Milch der Gläsernen Molkerei, von Hemme und Ökodorf Brodowin, ebenso die bayerische Biomilch von Unser Land. Sie erbrachten wichtige Herkunfts­nach­weise und belegten ihr Engagement für die Umwelt.

Mehr als 1 000 Milchbauern im Spiel. Hinter der regionalen Milch im Test steht entweder nur eine Hand­voll an Milchbauern oder mehr als 1 000 wie bei Berchtesgadener Land. Üblich ist es, dass eine Molkerei die Milch auf Sammel­touren von den Bauern abholt. Die Rück­verfolgung bis zum Sammel­tank auf dem Hof funk­tionierte im Test problemlos. Tuffi verweigerte jedoch die Teil­nahme an diesem Test, die Rottaler Milch­werke einen Besuch vor Ort.

Kuhstall neben Molkerei. Für die Molkereien haben regionale Produkte sehr unterschiedliche Bedeutung. Bei Gropper (Lidl) und Wiegert (Edeka) machen sie maximal 1 Prozent des Umsatzes aus, bei regional stark verankerte Betrieben wie Hemme Milch und Ökodorf Brodowin 90 bis 100 Prozent. Hemme Milch hat auch besonders kurze Wege: Kuhstall und Molkerei liegen neben­einander.

Milch­preise. Gerade bei regionaler Milch erwarten Verbraucher, dass mehr Geld beim Bauern ankommt. Deutlich über dem Markt­preis zahlt seit Jahren Berchtesgadener Land. Deren Milch reist aber von allen mit Abstand am weitesten, da sie auch im Norden – etwa in Berlin und Hamburg – vertrieben wird.

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