Regionale Eier: Hennen oft ohne Auslauf

Von Öko bis Bodenhaltung. Erzeuger von Boden- wie auch von Frei­land- und Bioeiern können glaubwürdig belegen, dass sie regional produzieren: fünf sogar sehr gut. Die regionalen Eier kommen von industriellen Groß­betrieben und von kleinen Biohöfen.

Vier Verweigerer. Vier Betriebe verweigerten Besuche vor Ort. Begründet hat das nur die Firma Land­kost-Ei: Es gebe keine Erfordernis zum persönlichen Dialog. Alle vier erreichen trotzdem die Gesamt­note ausreichend, da sie die chemische Herkunfts­analyse bestanden.

Mehr Tier­schutz bei Bio. Wem neben der Herkunft das Tier­wohl am Herzen liegt, der sollte Bioeier kaufen. Tier­schutz­maßnahmen, die über das Gesetz hinaus­gehen, stehen hinter den Bioland-Eiern von Fene­berg (Bayern) und Gut Schmerwitz (Brandenburg). Im Vergleich ist das Tier­wohl bei Bodenhaltung begrenzt: Die Hennen haben keinen Auslauf im Freien. Pro Stall sind bis zu 6 000 Tiere erlaubt.

Diverse Schwach­punkte. Dach­auer Land konnte keine Zertifikate vorlegen, die das Tier­wohl berück­sichtigen. Unserem Prüfer fiel auch vor Ort auf, dass sich die Hennen nur im Stall und nicht im Frei­land aufhalten. Für die Legehennen von Edeka werden Futtermittel aus dem Ausland und nicht aus der Region verwendet, bei Bergisch pur ist die Herkunft der Futtermittel unklar. Eier aus NRW und von Netto Marken-Discount in Nord­rhein-West­falen müssen bis zum Laden weit reisen: bis zu 300 Kilo­meter.

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