Die Bundesregierung will das Wettbewerbsrecht reformieren. Geplant ist:

  • Sonderverkäufe sollen jederzeit möglich sein. Dadurch verlieren Sommer- und Winterschlussverkauf an Bedeutung. Zwar können Händler sich auf eigene Initiative zu zeitlich begrenzten Schlussverkäufen verabreden, aber einzelne Geschäfte können jederzeit ausscheren und schon vorher die Preise senken. Am Ende könnte das die Outlet-Center stärken, über die große Ketten schon heute ihre Läger räumen.
  • Wer mit Sonderangeboten wirbt, muss ausreichend Vorrat haben. Aber: Bei Verstoß sind Händler nicht verpflichtet, die Ware nachträglich zu beschaffen. Kunden können, wie bisher, nur zur Verbraucherzentrale gehen, die den Händler abmahnt.
  • Wer systematisch gegen das Gesetz verstößt, muss die Gewinne abgeben. Damit will man illegale Faxwerbung bekämpfen.
  • Werbung mit durchgestrichenen Altpreisen, die nie oder nur kurz verlangt wurden, wird nun gesetzlich verboten.
  • Dasselbe gilt für Werbung mit „Räumungsverkauf“, wenn nicht auch das Geschäft aufgegeben wird.

Dieser Artikel ist hilfreich. 80 Nutzer finden das hilfreich.