Rechts­schutz­versicherung im Vergleich

Rechts­schutz für Mieter und Vermieter

810
Rechts­schutz­versicherung im Vergleich - Die beste Rechts­schutz­versicherung für Sie
Miet­streit. Rechts­schutz für Mieter gibt es zum Beispiel beim Mieter­schutz­ver­ein. © Getty Images / Busà Photography

Wer Miet­rechts­schutz sucht, kann eine spezielle Rechts­schutz­police abschließen oder Rechts­schutz über eine Mitgliedschaft im Mieter­ver­ein oder bei Haus & Grund erhalten.

Rechts­schutz­versicherung im Vergleich Alle Testergebnisse für Rechts­schutz­ver­sicherung

Rechts­schutz für Mieter und Vermieter

Miet­rechts­schutz – das Wichtigste in Kürze

Miet­streit ist teuer. Wer als Mieter oder Vermieter Rechts­schutz braucht, hat mehrere Möglich­keiten. Welche das sind, haben wir Oktober 2021 zusammen­gestellt.

Mieter-Rechts­schutz.
Eine Spezial-Rechtsschutzversicherung für mietrecht­liche Streitig­keiten bekommen Mieter für um die 100 Euro pro Jahr. Alternativ gibt es Rechts­schutz oft über eine ­Mitgliedschaft im örtlichen ­Mieter­ver­ein. Die Jahres­beiträge für die Mitgliedschaft liegen meist zwischen 80 und 120 Euro.
Vermieter-Rechts­schutz.
Ver­mieter, die für eine vermietete Wohnung eine Rechts­schutz­versicherung suchen, müssen oft mehr als 100 Euro pro Jahr zahlen. Mitglieder eines ­Eigentümer­verbands (etwa Haus & Grund) bekommen oft Rabatt. Vermieter können die Kosten einer Vermieter-Rechts­schutz­versicherung in der Regel von der Steuer absetzen.
Änderung persönlicher Umstände mitteilen.
Schließt ein Kunde eine Rechts­schutz­versicherung für Mieter bzw. Vermieter ab, hält der Versicherer diese Eigenschaft im Versicherungs­schein fest. Ändern sich die persönlichen Umstände des Versicherungs­kunden (etwa weil ein Vermieter seine Wohnung verkauft und Mieter wird), sollte er dies umge­hend seinem Ver­sicherer mitteilen. Sonst gefährdet er seinen Rechts­schutz.

Miet­rechts­schutz über Versicherung

So sehr sich streitende Miet­parteien auch um eine friedliche Lösung bemühen: Manchmal geht es nicht ohne einen Prozess. Vor Gericht wird insbesondere um Betriebskosten, die Rück­zahlung der Mietkaution und Miet­erhöhungen gestritten, zeigt die Statistik des Rechts­schutz­versicherers DMB Rechts­schutz. Solche Prozesse können für die Partei, die verliert, teuer werden. Denn sie bezahlt Gerichts­kosten, den eigenen Rechts­beistand und den des Gegners.

Kosten Streit um Betriebs­kosten. Streiten sich Miet­parteien gericht­lich etwa um eine Betriebs­kosten­nach­zahlung in Höhe von 1 000 Euro, kommen auf die unterlegene Seite Kosten von insgesamt 900 Euro zu.

Kosten Streit um Kündigung. Wird um eine Kündigung gestritten, beträgt das Kostenrisiko bei einer Monats­miete von 700 Euro rund 4 600 Euro.

Mit einer Rechts­schutz­versicherung, die auch Miet­ärger abdeckt, können Mietpar­teien ohne Angst vor solchen Kosten streiten. Der Versicherer über­nimmt die Anwalts- und Gerichts­kosten (Übersicht Deckungsschutz).

Miet­rechts­schutz über Rechts­schutz-Paket

Mieter und Vermieter, die nach Kosten­schutz für Miet­rechts­streit suchen, haben mehrere Möglich­keiten: Sie können zum Beispiel ein großes Rechts­schutz­paket für die Lebens­bereiche Privat, Beruf, Verkehr (PBV) abschließen und den Baustein Wohnen dazu buchen. Allerdings ist dieses umfassende Paket oft recht teuer.

Bei vielen Anbietern kostet es mehr als 400 Euro pro Jahr (150 Euro Selbst­beteiligung im Schadens­fall). Für Vermieter verteuert sich das Pakt durch den Baustein Wohnen häufig sogar auf mehr als 500 Euro Versicherungs­prämie pro Jahr. Vermieter zahlen mehr, weil ihr Wohnen-Baustein nicht nur „Wohnungs- und Grund­stücks-Rechts­schutz“ enthält, sondern auch Rechts­schutz für Steuer­streitig­keiten.

Miet­rechts­schutz über Einzel­versicherung

Wer nicht so viel Geld ausgeben will und nur nach Rechts­schutz für Miet­probleme sucht, kann bei einigen Rechts­schutz­versicherern den Baustein Wohnen als Einzel­police abschließen. Mieter zahlen für eine solche Einzel­police zwischen 47 und 130 Euro pro Jahr. Vermieter müssen tiefer in die Tasche greifen. Sie zahlen zwischen 128 und 864 Euro pro Jahr.

Miet­rechts­schutz-Angebote der Versicherer

Diese Rechts­schutz­versicherer bieten Mietern bzw. Vermietern Miet­rechts­schutz­versicherungen als Einzel­police an.

  • Advocard
  • Allrecht
  • Arag
  • Deurag
  • DEVK (nur Mieter)
  • Ergo
  • Itzehoer
  • Örag
  • Roland
  • VGH
  • Württem­bergische (nur Vermieter)
  • Zurich

Alternativen für Mieter

Mitglied im Mieter­ver­ein

Wer insbesondere Mieter­rechts­schutz sucht, kann alternativ auch Mitglied in einem Mieter­ver­ein werden. In vielen Städten gibt es die Mieter­ver­eine des Deutschen Mieterbundes (DMB). Die Mitgliedschaft dort kostet oft ­zwischen 80 und 120 Euro pro Jahr. Im Mitglieds­beitrag enthalten ist bei bei vielen Mieter­ver­einen auch eine Rechts­schutz­versicherung. Diese über­nimmt die Kosten, sobald der Streit mit einem Mieter vor Gericht geht („Prozess­kosten­versicherung“).

Tipp: Wer Mitglied eines Mieter­ver­eins geworden ist, der keine Prozess­kosten­versicherung anbietet, kann die Prozess­kosten­versicherung der DMB Rechtschutz-Versicherung selbst­ständig dazu buchen. Es gibt aber auch von anderen Rechts­schutz­versicherern reine Prozess­kosten-Policen (etwa den Tarif Aktiv-Rechts­schutz Immobilie Basis der Arag).

Juristen des Vereins beraten Mitglieder

Der Rechts­schutz über einen Mieter­ver­ein läuft in der Regel wie folgt ab: Solange sich der Streit mit dem Vermieter im vorgericht­lichen Stadium befindet, können sich alle, die eine Wohnung mieten, von den Vereins­juristen beraten lassen. Erst wenn der Mietzoff vor Gericht geht, können sich die Vereins­mitglieder selbst einen Anwalt suchen, der sie vertritt. Viele Mieter­ver­eine koope­rieren mit der DMB Rechts­schutz-Versicherung aus Köln als „Prozess­kosten­versicherer“. Das heißt: Dieses Versicherungs­unternehmen über­nimmt die vor Gericht anfallenden Kosten eines Miet­rechts­streits.

Vor- und Nachteile des Mieter­ver­eins

Zwischen dem Rechts­schutz über eine Vereins­mitgliedschaft und einer „normalen“ Rechts­schutz­versicherung inklusive Baustein Wohnen gibt es kleine inhalt­liche Unterschiede.

Freie Anwalts­wahl

Bei einer Rechts­schutz­police haben Kunden stets – auch im vorgericht­lichen Stadium – das Recht auf freie Anwalts­wahl. Mitglieder des Mieter­ver­eins haben dieses Recht erst, sobald ihr Fall vor Gericht landet. Die Über­nahme der Prozess­kosten ist sogar an die Voraus­setzung geknüpft, dass das Mitglied zuvor zur Beratung beim Vereins­juristen war.

Kosten für Schrift­verkehr mit Vermieter

Die Rechts­berater des Mieter­ver­eins beraten nicht nur, sondern sie über­nehmen – falls nötig – häufig auch den Schrift­verkehr mit dem Vermieter. Viele Mieter­ver­eine stellen dem Mitglied dafür zusätzliche Kosten in Rechnung, oft allerdings nur einstel­lige Euro-Beträge. Im Rahmen einer Rechts­schutz­versicherung ist der Schrift­verkehr des Anwalts mit der Versicherungs­prämie abge­golten.

Keine Selbst­beteiligung im Schadens­fall

Wer eine Rechts­schutz­versicherung abschließt, vereinbart oft eine Selbst­beteiligung (auch Selbst­behalt genannt) in Höhe von 150 Euro. Eine solche Selbst­beteiligung kann im Einzel­fall zwar weh tun, etwa wenn etwa insgesamt 1 000 Euro Anwalts- und Gerichts­kosten für einen Prozess angefallen sind und der Mieter davon 150 Euro zu tragen hat. Aber die Selbst­beteiligung sorgt dafür, dass der jähr­liche Versicherungs­beitrag einigermaßen nied­rig bleibt. Auch die Stiftung Warentest rät zu einem 150-Euro-Selbst­behalt. Einige Mieter­ver­eine, zum Beispiel der Berliner Mieter­ver­ein, verzichten auf einen Selbst­behalt.

Mieter­ver­ein darf nicht kündigen

Ein Vorteil der Mitgliedschaft im Mieter­ver­ein ist, dass der Prozess­kosten­versicherer dem Vereins­mitglied nicht kündigen kann. Das hängt damit zusammen, dass streng genommen nicht das Mitglied Vertrags­partner des Prozess­kosten­versicherers ist, sondern der Mieter­ver­ein (Rechts­schutz über Gruppen­versicherung).

Bei einer normalen Rechts­schutz­versicherung hingegen kann der Versicherer nach in der Regel zwei Versicherungs­fällen in zwölf Monaten außer­ordentlich kündigen. Außerdem hat er bei den üblichen Einjahres­verträgen die Möglich­keit, seinem Kunden ordentlich mit einer Drei­monats­frist zum Jahres­ende zu kündigen. Davon machen die Rechts­schutz­versicherer auch regel­mäßig Gebrauch. Zwar kann auch der Mieter­ver­ein Mitglieder rauswerfen, etwa wenn diese ihren Beitrag nicht zahlen. So etwas kommt aber selten vor.

Kosten­schutz für Mitglieder nur bei Vermieter­streit

Mitglieder eines Mieter­ver­eins haben Prozess­kosten­schutz stets nur für gericht­liche Auseinander­setzungen mit ihrem Vermieter. Wer als Mieter ein Zimmer unter­vermietet und dann mit seinem Untermieter in Streit gerät, ist über den Mieter­ver­ein also nicht versichert. Über eine eine normale Rechts­schutz­versicherung (egal ob als Einzel­police oder im Rechts­schutz-Paket) kann Ärger mit dem Untermieter hingegen versichert sein.

Wichtig für Mieter: Police früh abschließen

Mieter, die über eine Rechts­schutz­versicherung oder eine Mitgliedschaft im Mieter­ver­ein nach­denken, sollten diese früh­zeitig abschlie­ßen. Denn Rechts­schutz bzw. Prozess­kosten­schutz gibt es in der Regel nur für künftigen Ärger. Beispiel: Liegt die Kündigung schon vor und die Person schließt dann erst die Versicherung ab, ist der Streit um die ­Kündigung nicht versichert.

Warte­zeit beachten

Bei Rechts­schutz­verträgen und Prozess­kosten­schutz gilt meist eine Warte­zeit von drei Monaten. Schließt ein Mieter ­eine Police ab und kommt die Kündigung ­inner­halb der ersten drei Monate, ist der Streit nicht versichert. Vorteil einer Mitgliedschaft im Mieter­ver­ein: Beratung von den Vereins­juristen erhalten Mitglieder auch für be­stehende Streitig­keiten.

Arag „Miet­rechts­schutz Sofort“

Eine Besonderheit stellt die Rechts­schutz­versicherung Mietrechtsschutz Sofort des Versicherers Arag dar. Diese Police können Mieter für bereits bestehenden Miet­ärger – rück­wirkend – abschließen. Rück­wirkend ­versichert ist aber maximal ein einziger existierender Streit (etwa um Neben­kosten, Miet­erhöhung oder Kaution). Der Beginn dieses Streits darf auch nicht mehr als zwölf Monate vor Versicherungs­abschluss liegen. Der Miet­rechts­schutz Sofort kostet jähr­lich 279 Euro (bei einer Warmmiete bis 1 250 Euro monatlich). Da der Vertrag mindestens drei Jahre läuft, zahlt der Mieter insgesamt also um die 837 Euro Prämie. Außerdem fällt ein Selbst­behalt von 150 Euro an, wenn der ­Mieter seinen Anwalt selbst aussucht.

Conny & Mieterengel

In den vergangenen Jahren haben die Mieter­ver­eine Konkurrenz bekommen. Finanztest hat die Angebote von Conny und Mieterengel untersucht und dabei im Herbst 2021 auch eine Testerin mit fehler­hafter Neben­kosten­abrechnung losgeschickt. Stand der Daten: 15. Februar 2022.

Mieterengel.
Die Mieterengel GmbH vermittelt unter mieterengel.de Kontakte zu Recht­san­wälten und liefert Muster­texte.
Angebote. Mitgliedschaft in drei Varianten: „Basis“ (Rechts­beratung vom Anwalt; 89 Euro/Jahr), „Pro“ (zusätzlich Allianz-Miet­rechts­schutz mit 150 Euro Selbst­beteiligung; 109 Euro/Jahr) und „Premium“ (wie „Pro“, zusätzlich bis zu zwei ­Anwalts­schreiben; 149 Euro/Jahr).
Daten­schutz. In Ordnung. Korrekte Verschlüsselung. Vier eigene ­Cookies, neun Tracker/Adver­tiser.
Daten­schutz­erklärung. Gravierende Mängel. Es fehlen Angaben zu Rechts­grund­lage und Recht­fertigung der Daten­ver­arbeitung. Mieterengel informiert nicht über Regeln für die Über­tragung von Daten ins Nicht-EU-Ausland. Weder die Dauer der Speicherung noch die Rechte Betroffener sind korrekt dargestellt.
Finanztest-Kommentar. Das ­Angebot ist nicht eindeutig: Mieter­engel bezeichnet seine Mieter­schutz­angebote als Mitgliedschaften, obwohl das Unternehmen kein Verein ist. Die Mitgliedschaft in einer GmbH ist nicht möglich.* Die Beratung durch die Mieterengel-Part­ner­anwältin brachte zwar grund­legende Hinweise zur Rechts­lage. Die waren aber weder voll­ständig noch fehler­frei.
Unter Beratung und Rechtsschutz im Mietrecht: Das leistet das Angebot von Mieterengel.de liefern wir weitere Einzel­heiten.

* Geändert am 3.6.2022.

Conny.
Die Conny GmbH ist als Wenigermiete.de gestartet. Sie hat eine Inkassolizenz und kann im Auftrag der Kunden Forderungen ein­ziehen. Zusätzlich nennt das Im­pressum von Conny.de den Conny Verein für Verbraucherrechte e. V.
Angebote. Neben Angeboten zur Rechts­durch­setzung gegen Erfolgs­honorar bietet Conny unter conny.de/miete/mieterschutz eine Mitgliedschaft mit Schutz: „Basis“ (nur ­Telefonberatung; 48 Euro/Jahr), „Komfort“ (Anwalts­beratung und Arag-Miet­rechts­schutz mit 150 Euro Selbst­beteiligung; je Rechts­schutz­fall 50 Euro Gebühren; 96 Euro/Jahr) oder „Premium“ (wie „Komfort“, nur ohne Fall­gebühr; 120 Euro/Jahr).
Daten­schutz. In Ordnung. Starke Verschlüsselung (TLS 1.3). Ein eigener Cookie, 13 Tracker/Adver­tiser.
Daten­schutz­erklärung. Gravierende Mängel. Es fehlen Angaben zu Rechts­grund­lage und Recht­fertigung der Daten­ver­arbeitung. Conny verweist auf von Gerichten längst kassierte Regeln für die Daten­über­tragung in die USA und informiert nicht korrekt über die Dauer der Speicherung und die Rechte Betroffener.
Finanztest-Kommentar. Es wird nicht klar, welche Rolle die Mit­gliedschaft im Verein spielt und wie der Verein mit der Conny GmbH ­zusammen­arbeitet. Der Basis-Schutz brachte unserer Testerin nur wenig brauch­bare Informationen zur ­Neben­kosten­abrechnung.
Unter Beratung und Rechtsschutz im Mietrecht: Das leistet das Angebot von Conny liefern wir weitere Einzel­heiten.

Alternativen für Vermieter

Mitgliedschaft bei Haus & Grund

Vermieter bekommen Rechts­schutz direkt bei einem Rechts­schutz­versicherer (12 Rechtsschutzversicherungen für Vermieter) oder über eine Mitgliedschaft in einem Eigentümer­verband wie Haus & Grund. Die jähr­lichen Versicherungs­beiträge für eine Einzel­police hängen von der Höhe der Jahres­bruttomiete der Wohnung ab, die sie vermieten.

Beispiel: Bei 15 000 Euro Brutto­jahres­miete zahlt eine Vermieterin je nach Anbieter zwischen 128 und 864 Euro pro Jahr.

Juristen von Haus & Grund beraten

Außerge­richt­liche Rechts­beratung bekommen die Mitglieder von den „Haus & Grund“-Juristen. Die Beratung ist in der Regel nicht an einen vorhandenen Streit gebunden. Haus & Grund berät oft auch vorsorglich, wenn ein Vermieter zum Beispiel Probleme beim Erstellen der Betriebs­kosten­abrechnung für seine vermietete Eigentums­wohnung hat.

Die Beiträge für eine Mitgliedschaft im örtlichen „Haus & Grund“-Verein hängen vom Wohn­ort ab. In Berlin etwa zahlen Mitglieder pro Jahr zwischen 30 bis 60 Euro (Stadt­rand) und 120 bis 200 Euro (Innen­stadt).

Prozess­kosten­schutz über Verband

Prozess­kosten­schutz für Streit vor Gericht lässt sich mitsamt des Steuer-Rechts­schutzes dazu buchen. Einige Haus & Grund-Vereine vermitteln den Prozess­kosten­schutz des Versicherers Roland zum Preis von pauschal 59,90 Euro pro Jahr (bei einer einzigen vermieteten Wohnung). Andere Orts­ver­eine vermitteln auf Wunsch den Abschluss der Prozesskostenversicherung der Örag für 59 Euro pro Jahr (Selbst­beteiligung je 250 Euro).

Egal, ob Einzel­police oder Prozess­kosten­versicherung über einen Verband: Der Schutz greift in der Regel erst nach dem Ablauf einer Warte­zeit von drei Monaten. Streitig­keiten, die bereits existieren, sind nicht versichert.

Interes­sant für Vermieter: Ergän­zung für Vertrags­ärger

Über den einfachen Vermieter-Rechts­schutz ist normaler Vertrags­ärger nicht versichert. Beispiel: Der Vermieter lässt in der Wohnung Parkett verlegen. Weil der Parkett­verleger schlampig gearbeitet hat, kommt es zum Vertrags­streit. Dieser ist nicht versichert, weil er recht­lich nichts mit der Vermieter­rolle des Wohnungs­eigentümers zu tun hat. Da es Vermieter häufiger mit Hand­werkern zu tun haben, weil sie laut Mietrecht für Reparaturen in der Wohnung zuständig sind, sollten sie über eine Erweiterung um den Vertrags­rechts­schutz nach­denken. Dadurch steigt aber natürlich der Versicherungs­beitrag.

Rechts­schutz­versicherung im Vergleich Alle Testergebnisse für Rechts­schutz­ver­sicherung

810

Mehr zum Thema

  • Beratung und Rechts­schutz im Mietrecht Das leistet das Angebot von Mieterengel.de

    - Das Internetportal Mieterengel.de vermittelt Anwälte zur Rechts­beratung und bietet Rechts­schutz. Die Stiftung Warentest hat das Angebot unter die Lupe genommen.

  • Beratung und Rechts­schutz im Mietrecht Das leistet das Angebot von Conny

    - Das Internetportal Conny.de bietet außer Rechts­durch­setzung auch Mieter­schutz mit Beratung und Prozess­kosten­schutz. test.de hat das Angebot unter die Lupe genommen.

  • Beratung zur Miet­neben­kosten­abrechnung Das leistet das Angebot von Mineko

    - Das Internetportal Mineko.de bietet die Prüfung von Neben­kosten­abrechnungen, Muster­texte und Tipps für den Streit mit dem Vermieter an.

810 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 23.09.2022 um 09:27 Uhr
Kündigung durch den Versicherer

@alle: Die Kündigung durch den Versicherer ist nicht nur in der Rechtsschutzversicherung ein Problem, dem wir in Finanztest 10/2022 einen Artikel gewidmet haben. Sie finden unsere Tipps für gekündigte Versicherte hier:
www.test.de/Kuendigung-durch-den-Versicherer-Was-Kunden-tun-koennen-5377933-0

Lucas2308 am 23.09.2022 um 09:21 Uhr
Kündigung durch Anbieter

Bin 2020 zur wgv gewechselt auf Grund der Testergebnisse.
2021 ein Fall Arbeitssrechtschutz, 2022 ein Fall Verkehrsrechtsschutz. Beide mal um meine Rechte durchzusetzen, Auslöser waren nicht von mir beeinflussbare Ereignisse.
Kündigung zu Ende 2022 erhalten. Irgendwie scheinen Rechtsschutzversicherungen nur zu funktionieren, wenn man keinen Schaden hat.

Lucas2308 am 23.09.2022 um 09:21 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Niko1203 am 13.09.2022 um 11:35 Uhr
Test nicht für Einfach-Anwender

Der Test ist zumindest ein Ansatz als Hilfe im Dschungel der Angebote - und wir sprechen hier "nur" vom Rechtsschutz. Dem Kommentar von "soschautsausl" stimme ich zu mit der Ergänzung, dass on-top ein Angebot gegen ein entsprechendes Entgelt für eine individuelle Beratung in Bezug auf die tatsächlichen Bedürfnisse die Sache abrunden würde. Alleine die Stellungnahmen von warentest zu einzelnen Kommentaren zeigen, wie komplex das Thema ist und dass nicht nur manche für die Suche nach dem individuellen Bedarf überfordert sind.

Niko1203 am 13.09.2022 um 11:34 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.