Rechts­schutz­versicherung im Vergleich: Die beste Rechts­schutz­versicherung für Sie

So haben wir getestet

Hier erklären wir, wie die Stiftung Warentest bei der Unter­suchung der umfang­reichen Rechts­schutz­pakete für die Lebens­bereiche Privat, Beruf und Verkehr (PBV; Stand: August 2020) und beim Preis- und Leistungs­vergleich von 15 Verkehrs­rechts­schutz­versicherungen (Stand: November 2020) vorgegangen ist.

So haben wir getestet (PBV-Rechts­schutz­pakete)

Im Test: Die Stiftung Warentest hat 52 Rechts­schutz­pakete von 22 Rechts­schutz­versicherern untersucht (Stand der Daten 1. August 2020). Die Pakete umfassen Schutz für Nicht­selbst­ständige in den Lebens­bereichen Privat, Beruf und Verkehr (PBV). Getestet wurden Versicherungen für eine Familie mit zwei Kindern. Der Versicherungs­nehmer ist 40 Jahre alt und arbeitet als Angestellter.

Mindest­schutz

Die Tarife enthalten alle mindestens diese Leistungs­arten:

  • Welt­weite Deckung für Schaden­ersatz­rechts­schutz,
  • Arbeits­rechts­schutz,
  • Rechts­schutz im Vertrags- und Sachenrecht (auch außerge­richt­lich),
  • Steuer­rechts­schutz vor Gerichten,
  • Sozial­gerichts­rechts­schutz,
  • Verwaltungs­rechts­schutz in Verkehrs­sachen,
  • Disziplinar- und Standes­rechts­schutz, Straf­rechts­schutz,
  • Ordnungs­widrigkeiten­rechts­schutz,
  • Beratungs­rechts­schutz im Familien- und Erbrecht.

Angebote ohne diesen Mindest­schutz sind nicht aufgeführt. Die Verträge sind nicht an den Abschluss weiterer Policen beim Versicherer gebunden.

Selbst­beteiligung

In der Regel bieten Versicherer ihren Kunden bei Vertrags­schluss mehrere Selbst­beteiligungs-Varianten:

  • ohne Selbst­beteiligung,
  • mit 150 Euro Selbst­beteiligung oder
  • mit 300 Euro Selbst­beteiligung je Versicherungs­fall.

Eine höhere Selbst­beteiligung macht den Jahres­beitrag güns­tiger, eine nied­rigere macht ihn teurer. Die unterschiedlichen Jahres­beiträge je Tarif sind im Unter­suchungs­ergebnis genannt.

Diese Versicherer nahmen nicht am Test teil

Diese Rechts­schutz­versicherer haben sich geweigert, an der Unter­suchung der Stiftung Warentest teil­zunehmen:

  • Auxilia
  • Concordia
  • Continentale
  • DEVK
  • Ideal
  • Württem­bergische

Versicherungs­bedingungen (90 Prozent)

Die Teilnote für die Versicherungs­bedingungen ergibt sich aus einer Fülle von Bewertungs­kriterien. Sehr wichtig ist der Umfang des Rechts­schutzes in wichtigen Lebens­bereichen.

Positiv haben wir es zum Beispiel gewertet, wenn Kunden im Streit bereits vor einer gericht­lichen Auseinander­setzung Rechts­schutz haben und einen Rechts­anwalt beauftragen können.

Der Umfang des Rechts­schutzes für Kapital­anlagestreitig­keiten, Mediation und Beratungen im Familien-, Lebens­part­nerschafts- und Erbrecht floss in unsere Bewertung ein.

Relevant für die Teilnote waren ferner der Kreis der mitversicherten Personen und die Höhe der Deckungs­summe.

Weiterer wichtiger Bewertungs­teil ist, ob der Tarif etwa eine verbraucherfreundliche Regelung des Versicherungs­falls umfasst (Das leistet die Rechtsschutzversicherung). Manche Versicherer haben ihn neu definiert. Das hebelt die verbraucherfreundlichen Recht­sprechung des Bundes­gerichts­hofs zum Versicherungs­fall aus und kann für Verbraucher zu über­raschenden Leistungs­ablehnungen führen.

Verständlich­keit der Versicherungs­bedingungen (10 Prozent)

Bewertet haben wir die Versicherungs­bedingungen außerdem nach den Kriterien Lesbarkeit, Verständlich­keit, Über­sicht­lich­keit und Wider­spruchs­freiheit. Maßstab war unter anderem der Verständlich­keits­index der Universität Hohen­heim.

Jahres­beitrag PBV

Wir haben die Beiträge für Rechts­schutz­versicherungs­verträge mit einem Jahr Lauf­zeit dargestellt. Bei einigen Anbietern hängt der Preis vom Wohn­ort (Post­leitzahl) des Versicherungs­nehmers ab. In diesen Fällen haben wir in unseren Tabellen den nied­rigsten und den höchsten Beitrag angegeben.

Jahres­beitrag Wohnen

Wer Mieter oder Eigentümer ist und dafür Rechts­schutz möchte, muss den entsprechenden Baustein in der Regel gegen Aufpreis dazu­buchen.

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So haben wir getestet (Verkehrs­rechts­schutz)

Im Test: Wir haben aus unserem Test von Rechtsschutzpaketen alle Angebote ausgewählt, die mindestens die Note Gut haben, und deren Verkehrs­rechts­schutz (Einzel­police) untersucht. Die Tarife bieten Rechts­schutz für mehrere privat genutzte Kraft­fahr­zeuge.

Mitversichert

Ehe-, Lebens­partner, Kinder sind mitversichert, auch als Fußgänger, Radfahrer oder Fahr­gast im ÖPNV. Partner und voll­jährige mitversicherte Kinder haben auch als Fahrer fremder Fahr­zeuge Schutz. Voraus­setzung ist meist ein gemein­samer Haushalt mit dem Versicherungs­nehmer. Voll­jährige Kinder dürfen weder verheiratet noch verpart­nert sein und kein eigenes Einkommen haben.

Jahres­beitrag

Die Beiträge gelten für Jahres­verträge mit jähr­licher Zahl­weise für Tarife ohne Selbst­behalt beziehungs­weise mit 150 Euro Selbst­behalt.

Sozial­gerichts-Rechts­schutz

Bei Wegeunfällen, also Unfällen auf dem Arbeitsweg, kann es zu Streitig­keiten mit dem Sozial­versicherungs­träger kommen, die bei vielen Anbietern abge­sichert sind. Einige Versicherer bezahlen Anwalts- und Prozess­kosten für solche Streitig­keiten allerdings erst, wenn der Streit vor Gericht gelandet ist. Bei solchen Versicherern müssen Kunden also das jedem Prozess vorgeschaltete Wider­spruchs­verfahren allein bestreiten oder die anwalt­liche Hilfe beim Wider­spruch selbst bezahlen.

Opfer-Rechts­schutz

Wer Opfer einer Gewalt­straftat und schwer verletzt wurde, erhält Rechts­schutz. Das Opfer kann dann als Neben­kläger im Straf­verfahren auftreten.

Ordnungs­widrigkeiten-Rechts­schutz

Rechts­schutz beim Vorwurf einer Ordnungs­widrigkeit (etwa Tempo­verstoß). Allerdings greift dieser Rechts­schutz bei manchen Anbietern erst, wenn das Bußgeld eine gewisse Höhe erreicht hat. Oder wenn zusätzlich zum Bußgeld Punkte in Flens­burg drohen.

Halte- und Park­verstöße

Sind in der Regel nicht versichert. Einige Versicherer bieten jedoch Versicherungs­schutz, wenn Halte- und Park­verstoß zum Eintrag in das Fahr­eignungs­register (Punkte in Flens­burger Verkehrs­sünderkartei) führen würde.

Verzicht auf Warte­zeit

In vielen Leistungs­arten gilt nach Abschluss der Versicherung eine mehr­monatige Phase ohne Rechts­schutz („Warte­zeit“). Teils verzichten die Anbieter auf eine solche Warte­zeit.

Selbst­behalt entfällt, wenn nur Erst­beratung

Ist der Versicherungs­fall nach einer anwalt­lichen Erst­beratung erledigt und der Versicherer verzichtet auf die Zahlung des Selbst­behalts, werten wir das positiv.

Versicherungs­summe

Ober­grenze für die Über­nahme von Rechts­anwalts-, Gutachter- und Gerichts­kosten bei Rechts­ärger in Europa beziehungs­weise welt­weit.

Sons­tige Leistungen der Verkehrs­rechts­schutz­versicherung

Außerdem gehören zum Leistungs­katalog jeder Verkehrs­rechts­schutz­versicherung folgende Leistungs­arten:

  • Schadens­ersatz-Rechts­schutz
  • Vertrags-Rechts­rechts­schutz (rund um Kraft­fahr­zeuge)
  • Straf­rechts-Rechts­schutz
  • Verwaltungs-Rechts­schutz

Welche Streitig­keiten über diese Leistungs­arten abge­sichert sind, zeigt der Kasten „Was ist versichert?“ im PDF.

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