Rechts­schutz­versicherer dürfen Kunden belohnen, wenn sie sich auf den vom Versicherer empfohlenen Anwalt einlassen (Bundes­gerichts­hof, Az. IV ZR 215/12). Diese Variante ist für die Versicherer im Schnitt güns­tiger.

Benötigt etwa ein Kunde der Huk-Coburg Rat und geht zum Part­ner­anwalt der Versicherung, winkt dem Kunden ein Vorteil in Höhe von bis zu 150 Euro. Kunden, die sich den Anwalt selbst aussuchen, werden mit einer höheren Selbst­beteiligung beim nächsten Schadens­fall bestraft. Kunden, die zum Part­ner­anwalt gehen, verschlechtern sich nicht.

Die Rechts­anwalts­kammer München sieht dadurch das Recht auf freie Anwalts­wahl verletzt. Der Bundes­gerichts­hofs entschied nun anders.

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