Rechtsschutz-Versicherung: Günstiger Beistand

Das ist Recht und gar nicht billig: Wenn der Verursacher nach einem Unfall den Schaden nicht ersetzt, muss das Opfer auf der Suche nach Gerechtigkeit erst mal zahlen. Ohne Gerichtskostenvorschuss läuft gar nichts. Auch Rechtsanwälte wollen in der Regel Geld sehen, bevor sie anfangen, Schriftsätze zu verfassen oder gar Klage zu erheben. Es geht aber auch anders: Rechtsschutzversicherungen versprechen Klagen ohne Kosten. Doch längst nicht jeden Prozess zahlt die Versicherung. Hinzu kommt: Die Policen unterscheiden sich erheblich. Finanztest hat die Angebote von 33 Gesellschaften untersucht und sagt, wo es guten und günstigen Schutz gibt.

Die richtige Police

Vor dem Preisvergleich kommt die Suche nach dem richtigen Versicherungstyp. Zur Wahl stehen vor allem Privat-, Berufs-, Verkehrs- und Mietrechtsschutz sowie verschiedene Kombinationen dieser Policen. Erste Einschränkung: Mietrechtsschutz gibt es zwar auch einzeln, aber das ist teuer. Erschwinglich ist der Mietrechtsschutz als Ergänzung zum Privatrechtsschutz. Generell gilt: Wichtiger als eine Rechtsschutzversicherung ist der Privathaftpflichtschutz. Sinn macht aber der Schutz vor Gerichts- und Anwaltskosten. Besonders Autofahrer geraten schnell mal in einen Rechtsstreit und sollten eine Verkehrsrechtsschutz haben. Für Arbeitnehmer ist der Berufsrechtsschutz wichtig. Besonderheit bei Arbeitsgerichten: Dort trägt selbst der Gewinner des Verfahrens einen Teil der Kosten. Bei allen übrigen Gerichten zahlt am Ende nur, wer verliert.

Der richtige Schutz

Doch auch zwischen Policen des gleichen Typs gibt es erhebliche Unterschiede. So übernimmt im Streit mit dem Finanzamt nur der Privatrechtsschutz der Itzehoer schon im vorgerichtlichen Verfahren die Kosten für einen Rechtsanwalt. Dabei werden auf diese Weise viele Fälle geklärt. Umgekehrt können Fehler im Umgang mit der Behörde zur vorzeitigen Niederlage führen. Ähnlich im Sozialrecht: Nur der Privatrechtsschutz von Itzehoer und Rechtsschutzunion spendiert etwa im Streit mit der Krankenkasse schon fürs vorgerichtliche Verfahren einen Rechtsanwalt. Anderes Beispiel: Bei verwaltungsgerichtlichen Auseinandersetzung etwa um die Höhe der Kindergartengebühren gibts nur bei Advocard und VGH Unterstützung.

Die richtige Entscheidung

Grundsätzlich gilt: Rechtsschutzversicherer zahlen nur, wenn ihr Schützling bei einem Rechtsstreit Aussicht auf Erfolg hat. Entscheidender Unterschied zwischen den verschiedenen Angeboten: Ein Teil der Gesellschaften lässt im Streit ein Schiedsgericht entscheiden, während die Konkurrenten sich auf den Anwalt des Versicherten verlassen.

Der richtige Anbieter

Wichtig für Versicherte: Wie kommt die Rechtschutzpolice beim Anwalt meiner Wahl an? Finanztest fragte nach. 3.000 Rechtsanwälte beantworteten die Fragen nach ihren Erfahrungen mit Rechtsschutzversicherungen. Spitzenergebnis für Advocard: In fast einem Drittel der Fragebögen wurde sie als „besonders gut“ bezeichnet. Anders votierten nur rund drei Prozent der befragten Rechtsanwälte. Sie erkannten auf „besonders schlecht“. Wesentlich schlechter kam Roland weg: Zehn Prozent der 3.000 Anwälte nannten diesen Versicherer „besonders schlecht“, während nur vier Prozent von besonders guten Erfahrungen berichteten.

Der richtige Rat

Beim Preis ist bei allen Angeboten für Nichtselbständige die WGV Spitze. Nur beim Privatrechtschutz für Selbständige gibt es billigere Policen. Sämtliche Preise und Leistungen sowie zahlreiche Zusatzinformationen sind in Finanztest 1/2003 oder online komplett und interaktiv zu finden.

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