Die Rechtsschutzversicherung muss zahlen, wenn ihr Kunde vom Initiator eines geschlossenen Immobilienfonds betrogen wurde und gerichtlich Schadenersatz durchsetzen will. Das meinte das Landgericht Coburg (Az. 33 S 216/01) im Fall eines Kunden, der auf der Grundlage der Versicherungsbedingungen ARB 75 versichert war.

Das Versicherungsunternehmen hatte sich darauf berufen, dass darin Streit um Baurisiken ausgeschlossen sei. Das Gericht sah das anders: Werde der Fondsanleger betrogen, falle das nicht unter das Baurisiko, sondern unter das versicherte „allgemeine Lebensrisiko“. Der Versicherer müsse zahlen.

Tipp: Wer als Anleger klagen will und sich mit seiner Rechtsschutzversicherung streitet, kann sich im Test Rechtsschutzversicherung über seine Rechte informieren. Die Versicherer verhalten sich bei Anlegerstreit ganz unterschiedlich.

Dieser Artikel ist hilfreich. 46 Nutzer finden das hilfreich.