Rechts­schutz­versicherung Meldung

Viele besitzen schon eine Rechts­schutz­versicherung. Im Früh­jahr 2017 haben wir 969 Finanztest-Leser mit einer Rechts­schutz­versicherung nach ihren Erfahrungen befragt. Von den Umfrage­teilnehmern waren gut zwei Drittel mit der Arbeit ihres Versicherers zufrieden. Aber: Offen­kundig erwarten Rechts­schutz­kunden von ihrem Versicherer mehr, als er ihnen tatsäch­lich an Schutz bietet.

Zahlt die Versicherung – oder nicht?

809 Teilnehmer unserer Befragung hatten in den vergangenen zwei Jahren ein Rechts­problem und beim Versicherer die Über­nahme der Anwalts­kosten verlangt. Jeder Sechste bekam eine Abfuhr. Der häufigste Grund für die verweigerte Deckungs­zusage: Das betroffene Rechts­gebiet ist über die Police nicht abge­deckt. Ob die Deckung zu Recht oder zu Unrecht verweigert wurde, ergibt sich aus der Leserbefragung nicht. Offen­kundig erwarten manche Rechts­schutz­kunden aber mehr von ihrer Police, als sie ihnen tatsäch­lich an Schutz bietet.

Tipp: Wir testen regel­mäßig die Angebote der Rechts­schutz­versicherer. Zum Vergleich Rechtsschutzversicherung und zum Vergleich Verkehrsrechtsschutzversicherung.

Das sind die Streit­themen

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Häufig Ärger im Job

Wenn unsere Leser zuletzt Rechts­rat brauchten, ging es vor allem um die Themen Beruf, Verkehr und Mietrecht. Wer für Ärger in diesen Lebens­bereichen Rechts­schutz sucht, muss das Versicherungs­paket „Privat, Beruf und Verkehr“ (PBV) abschließen und dazu den Baustein Rechts­schutz für Mieter oder Wohnungs­eigentümer buchen. Um Kosten zu sparen, würden viele gern nur einen für sie wichtigen Lebens­bereich wie den Berufs­rechts­schutz abschließen. Diesen Schutz gibt es aber nur im Paket, nicht einzeln. Details zum Zuschnitt der Policen lesen Sie im Artikel Der Mindestrechtsschutz. 969 Antworten haben wir auf unsere Frage nach den Streit­themen erhalten.

Ablehnungs­gründe

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Kein Rund­umschutz

Auch wenn die Rechts­schutz-Angebote der Versicherungen Namen tragen wie „360-Grad-Schutz“ oder „Sorglos-Tarif“: Eine Rechts­schutz­versicherung ist nie ein Rundum-Schutz. Die Versicherung ist mit vielen Lücken gespickt (Der Mindestrechtsschutz). Die Kunden bekommen das zu spüren, wenn ihre Versicherung die Deckung ablehnt. „Ihr Rechts­gebiet ist nicht versichert“, heißt es dann zum Beispiel im Ablehnungs­schreiben. Die Deckungs­verweigerung wird aber mitunter auch damit begründet, dass die Streitursache in der Zeit vor dem Abschluss der Versicherung liege. Auf unsere Frage nach den Ablehnungs­gründen haben uns 137 Antworten erreicht.

Was haben Sie getan nach der Ablehnung?

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Die Absage hinterfragen

Das Ergebnis unserer Umfrage zeigt: Ein Groß­teil der Kunden nimmt es widerstands­los hin, wenn ein Rechts­schutz­versicherer die Über­nahme einer Streitig­keit ablehnt. Dabei zeigen zahlreiche von Verbrauchern in den vergangenen Jahren gewonnene Klagen, dass die Ablehnungen nicht selten rechts­widrig sind. Wer Zweifel an der Recht­mäßig­keit der Ablehnung hat, sollte sich deshalb wehren. Eine Beschwerde beim Versicherungsombudsmann kostet nichts. Auf unsere Frage nach der Ablehnung haben uns 137 Antworten erreicht.

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