Bei Streit rund ums Baurecht zahlt keine Rechtsschutzversicherung die Prozesskosten. Solch ein vertraglicher Ausschluss ist in Ordnung, so das Oberlandesgericht München (Az. 25 U 4149/ 01). Gezahlt werden müsse auch dann nicht, wenn Kunden bei Mängelstreit darauf pochen, keinen „Bau“, sondern einen „Kauf“vertrag über einen Neubau geschlossen zu haben. Wie der Vertrag zur Errichtung eines schlüsselfertigen Hauses heißt, spiele keine Rolle. Anders sei das nur, wenn tatsächlich ein längst errichtetes Haus vom Bauherrn weiterverkauft und anschließend um Mängel gestritten würde.

Zahlen müssen Versicherungen aber, wenn Wohnungskäufer mit der Bausparkasse streiten und es dabei um den Vorwurf geht, die Kasse habe bei der Baufinanzierung schlecht beraten. Schadenersatzklagen gegen den Kreditgeber fallen nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe (Az. 12 U 284/01) nicht unter die Ausschlussklausel „Baurisiko“.

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