Arbeitsrecht: Sie sind gefeuert!

Rechtsschutzversicherung Test

Die Zeiten sind hart und viele Menschen bangen um ihren Arbeitsplatz. Die Versicherungsunternehmen verzeichnen bereits einen Anstieg der Rechtsschutzfälle im Arbeitsrecht. Meist geht es um betriebsbedingte Kündigungen und Kurzarbeit. Gleichzeitig melden die Versicherer eine gestiegene Nachfrage nach Rechtsschutz im Arbeitsrecht.

Tatsächlich ist der Schutz sinnvoll. Denn ohne Rechtsschutz können Angestellte, die wenig Geld haben, leicht vom Arbeitgeber unter Druck gesetzt werden. Schließlich gilt vor dem Arbeitsgericht ausnahmsweise die Regel, dass jede Partei ihre ­Kosten in der ersten Instanz selbst bezahlt, ganz gleich wie der Streit ausgeht. In anderen Rechtsgebieten muss der Verlierer alles bezahlen. Doch wegen der Sonderregel im Arbeitsrecht könnten auch siegessichere Mitarbeiter den Streit um die Kündigung scheuen.

Zudem hat der Bundesgerichtshof den Schutz der Arbeitsrechtspolicen stark ausgeweitet. Die Versicherer müssen nun stets auch dann für den Besuch beim Anwalt zahlen, wenn der Arbeitgeber noch gar nicht gekündigt hat, sondern erst einmal Gespräche über einen Aufhebungsvertrag anbietet.

Gerade hier ist Expertenrat nötig. Doch die Versicherer wollten dafür lange Zeit nicht zahlen. „Erst wenn die Kündigung da ist“ lautete ihr Credo. Nun müssen sie bereits helfen, wenn sich die Kündigung nur andeutet und sich der Kampf um den Job noch lohnen könnte.

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