Auch Anwaltskunden mit Rechtsschutzversicherung sind vor Kosten nicht gefeit. Manche Versicherer übernehmen zum Beispiel nicht die Kosten für lange Fahrten des Anwalts zum Gericht. Der Versicherte könnte ja einen Anwalt am Ort des Gerichts wählen.

Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten versicherte Mandanten ihren Anwalt früh fragen, ob sie tatsächlich nichts zahlen müssen. Der Anwalt muss sie nicht von sich aus auf Kosten hinweisen, sondern nur wenn er aufgrund einer Frage merkt, dass der Kunde falsche Vorstellungen hat.

Fragen sollten Mandanten auch, ob ihr Anwalt Geld dafür will, dass er die Deckungszusage vom Versicherer einholt. „Das ist ein eigenständiger, kostenpflichtiger Auftrag“, erklärt Udo Henke, Geschäftsführer des Deutschen Anwaltvereins. Meist erledigen ihn die Anwälte aber ohne Honorar.

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